62 Zahl); ferner Minerva-Providentia (29) und Minerva- Fortuna Amor auf einem Löwen reitend (2) so wie auf einem Seeross ein Satyr, vielleicht Ampelos und eine bacchische Dienerin, die Opora endlich Hercules Auch befand sich daran eine berühmte Onyx-Camee mit Kastor und Pollux 1). Wahr- scheinlich waren die meisten dieser Steine 2) Geschenke von frommen Pilgern und Rittern, die sie auf ihren Zügen aus Palästina, Griechenland, Italien u. s. w. mitgebracht hatten. Besonders bemerkenswerth ist endlich noch die Be- nutzung antiker vertieft geschnittener Steine zu Siegel- stempeln von weltlichen und geistlichen Herren, Fürsten, Bischöfen und Klöstern, so wie von Privatpersonen 3): wovon sich Beispiele theils aus dem achten und neunten, theils aus dem zwölften und dreizehnten bis in's funf- zehnte Jahrhundert finden. Dabei fehlt es auch nicht an mythologischen Vorstellungen. König Pipin hat mit einem antiken Stein gesiegelt, der einen bärtigen Bacehus zeigt 4); Karl der Grosse mit einem Serapiskopf 5). Das Siegel eines 1) Creuzer a. a. O. S. 25. 2) Wie Justi bemerkt bei Creuzer a. a. O. S. 26. 3) Dieser Gegenstand ist zuerst zur Sprache gebracht und sorgfältig erörtert von Prof. Wiggert, Wie man antike Gennnen im lllittel- alter zu Siegelsteiulpehl benutzte. Mit 4 T afeln Stein-Ueberdruck. Abgedr. aus den N. Mittheil. des Thür. Sächs. Vereins Bd. VII. H. 4. 1844. (Dieses Heft ist bis jetzt [April 1846] noch nicht ausgegeben; ich verdanke aber der Güte des IIeri-n Verfassers einen Separatabdrilck des Aufsatzes). Ferner ist eine Folge von Abdriicken solcher Siegel von Geh. Registratoi- Vossberg vorgelegt in der Sitzung der Nnmismat. (lcsellsehaft zu Berlin am 6. Oct. 1845. (Tüb. Kunstblatt 1845. N0. 103. S. 432.) 4) Wiggert a. a. O. N0. 2. S. 6. Tal. IIII, 2. b) Ebendas. N0. 4. S. 7._Tal'. llll, 3.