663 zerstört war, hat nach ihrer Wiederherstellung (post fam resurgens) im J. 1775 den König Joseph von Portugal als ihren Wiedererbauer durch eine Medaille geehrt, auf der sie selbst als eine gekrönte weibliche Figur er- scheint, aus einer Säulenhalle hervortretend 1). Eine andere Reihe von Medaillen dient dem Gedächtniss der Verbindungen, in welche Länder mit einander getreten sind, sei es durch staatliche Vereinigung oder im Handels- verkehr oder durch politisches Bündniss. So ist die Ver- einigung Eisenachs mit Weimar vom 26. Juli 1741 durch zwei Medaillen gefeiertß); auf der einen übergiebt eine gekrönte weibliche Figur, Eisenach, ihren Scepter einer andern, Weimar; die zweite zeigt eine sitzende weih- liche Figur mit zwei Kronen auf ihren Knieen. Des- gleichen die Vereinigung Galliciens und Lodomiriens mit der österreichischen Monarchie durch eine Medaille Jo- sephs und der Maria Theresia vom J. 1773, worauf man die Austria erblickt gekrönt, mit einem Oelzweig in der Linken, vor ihr eine knieende weibliche Figur, das Haupt mit einer polnischen Mütze bedeckt, auch durch die Wappenschilder von Gallicien und Lodoinirien näher be- zeichnet 3). Eine zweite Medaille der Maria Theresia auf die Vereinigung des Handelswesens von Deutschland und Italien vom J. 1770 enthält zwei mit Thurmkronen geschmückte weibliche Figuren als Personilicationen der italienischen und deutschen Erbländer, die, auf einem Ballen Kaufmannsgutes sitzend, sich umarmen und ein- 1) Zwei Exempl. von verschiedenem Stempel, das eine in Silber, das andere in Bronze, sind in der K. Samml. zu Berlin; ein Exempl. in Silber in der Reichelschen lllünzsamml. Th. VIII. S. 94. n. 73. 2) Goethe'sche Samml. Th. II. S. 171. n. 1377. 1376. a) Arneth a. a. O. S. 61. n. 274. 275. Ein Exempl. in Silbe;- ist in der K. Samml. zu Berlin.