659 auch die Boma wieder vor auf einer Medaille Urban's VIII. vom J. 1631, welche die Einverleibung des Herzogthums Urbino in den Kirchenstaat (mit den Worten: Aucta ad Metaurum ditione) feiert 1); eine sitzende behelmte Figur mit dem Speer in der Rechten, hält sie auf der Linken eine Kirche mit Beziehung auf den daselbst in der Stadt Castcl-Durante (Urbanea) neugestifteten Bischofssitz. Und selbst aus dem protestantischen Norden wurde ihr Hul- digung zugebracht: die Königin Christine von Schweden nehmlich, die nach ihrer Abdankung und ihrem Ueber- tritt zum Katholicismus grossentheils in Rom lebte (1655 bis zu ihrem Tode 1689), liess mehrere Medaillen 2) schlagen mit der Figur der Roma (welche auf Waffen sitzend die sie bekränzende Victoria auf der Hand hat) und mit dem Ausdruck der Bewunderung für die Stadt: possis nihil urbe Roma visere majus, lautet die Um- schrift 3). Um dieselbe Zeit ist einigemal auf Medaillen des venetianischen Feldherrn, nachmaligen Dogen (seit 1688), Franciscus Morosini die sieg- und machtreiche Venetia dargestellt; zuerst vom J. 1686 auf die Siege Bonanni l. c. T. II. zu p. 563. n. X. Lenormant Tresor, Med. des papes p. 30. Pl. XXVIII, 4. Ein Exempl. in Bronze ist in der K. Samml. zu Berlin. 2) Ein Originalguss und ein späterer Abguss, der letztere mit dem Namen des Künstlers M. Soldanus, sind in der K. Sammlung zu Berlin. S. auch die G0ethe'sche Samml. Th. II. S. 226. n. 1803. 1806. 1809 f. 1818. 3) Auf päpstlichen Münzen kommt fortan die Roma nur vereinzelt vor: die Roma resurgens auf einer Münze Clemens des X. vom J. 1670, s. oben S. 645 Anm. 3.; die sitzende Boma mit einer Victoria auf der Hand auf einer Münze Clemens des XII. vom J. 1731, ein stumpfer Bronzeguss derselben ist in der Goethe- schen Samml. Th. II. S. 103. n. 622. 42 i?