622 Zwar auf dem ältesten noch vorhandenen vom J. 428 1) sind dieselben nicht angebracht; öfters aber auf Diptychen des 6. Jahrhunderts: mehrentheils so, dass in der Mitte die sitzende Figur des Consuls erscheint (dessen Name und Titel oberhalb zu lesen sind) mit den Zeichen seiner Würde und neben ihm die beiden Städtefiguren, zu seiner Linken Rom, zu seiner Rechten Constantinopel. Von der Art ist das Diptychon des Clementinus vom J. 513 früher zu Nürnberg 2), des Probus Magnus vom J. 518 (zur Hälfte) im Miinzkab. zu Paris 3) und des Orestes vom J. 530 4). Das erste und dritte ist da- durch besonders bemerkenswerth, dass sie oben an als ein entschiedenes Zeugniss des christlichen Bekenntnisses der betreffenden Consuln das Kreuz zwischen den Brust- bildern eines Mannes und einer Frau enthalten; ihre Städtefiguren sind beide behelmt, Boma, nach Art der Pallas gebildet, hat in dem Diptychon des Cle- mentinus einen Scepter, in dem des Orestes ein Vexillum mit dem Bildniss des Kaisers Justinian in der Linken und hält die Rechte offen in die Höhe; Constantinopel hat in beiden einen Scepter in der Linken, in der Rechten eine Kugel, auf der in dem letztgenannten Diptychon ein 1) Des Consuls Flavius Felix, zur Hälfte im K. Münzkab. zu Paris, abgeb. bei Lenormant Tresor de numism. et de glypt. Bec. de basrel. et d'ornem. T. II. P1. XII. 2) Im Museum Negelianum, Gori Thes. vet. diptych. T. I. Tab. IX. zu p. 229., sehr verkleinert bei d ' Agi nco urt Scult. Tav. XII, 7. a) Dies ist das diptychon Batav. Snxiam, von welchem Gori han- delt I. c. T. II. p. 13-18. S. auch Waagen Kunstw. und Künstler in Paris S. 698. Eine übereinstimmende Vorstellung giebt die ebendaselbst befindliche Hälfte eines Diptychon ohne Namen, abgebild. bei Gori l. c. p. 177. Tab. II Lenormant l. c. Pl. LIV. 4) Im Museum Septalianunl, abgebild. bei Gori l. c. p. 99 sq. Tab. XVII.