542 tuetten, die zum Theil biblischen Inhalts sind, auch die Nymphe des trasimenischen Sees, gleichwie Rom und Perugia, vorgestellt. 2. In den nächsten Jahrhunderten wusste man in biblischen Bildern der Flussgötter zu entbehren. S0 ist die Vorstellung des Jordan bei der Taufe Christi nur der natürlichen Erscheinung nachgebildet in einem Tempera- Gemälde, das auf dem rechten Flügel eines Triptychon in der Sammlung Borgia zu Velletri vom J. 1336 1) sich befindet, so wie in einem Miniaturbilde, welches eine Handschrift des Speeulum humanae salvationis in der K. Bibliothek zu Münchenß) gleichfalls aus dem 14. Jahr- hundert enthält." Auch in dem Hauptwerk der Bildhauer- kunst aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, an den Bronzethüren des Baptisterium zu Florenz von Ghiberti, ist an der zuerst (bis 1424) verfertigten bei der Taufe Christi, sodann an der Thür des Hauptportals (ausgeführt bis 1447) bei dem Durchgang der lsraeliten unter Josua 1') die Personiiication des Jordan vermieden. Selbst an der bronzenen Thür der Peterskirche von der Hand des An- tonio Filarete ist ungeachtet der mythologischen Motive, mit denen sie verziert ist 4), in dem Relief der Kreuzigung des Petrus (vom J. 1445), obwohl dabei die Boma in Person erscheint, der Tiberfluss nur durch Wellenlinien angedeutet. Zu derselben Zeit aber sind an einem Gebäude von welt- licher Bestimmung Flussgötter angeordnet: der Triumph- bogen im Castello nuovo zu Neapel zu Ehren Alfons I. von Arragonien e) enthält in einem Bogen über der 1) Abgebild. bei d'Agincourt Pitt. Tav. CXXIV. n. z) Cod. cum. pictur. u. 35. b. Bl. 14. vers. 3) Abgebild. bei d'Aginc0urt Scult. Tav. XLII, 3. 4) S. oben Th. I. S. 292 f. 5') Abgebild. bei d'Agincourt. Archit. Tav. LIU, 1.