380 Gestalt mit länglichem Gesicht, langem, gespaltenexn Bart, welche Sonne und Mond als Köpfe in den Händen hält, gleich der Aeternitas, wie sie auf Kaisermünzen gebildet worden I); darunter erscheinen die Gesichter von Tag und Nacht. lm Kreise umher sieht man die zwölf Zeichen des Thierkreises, denen im äussersten Kreise die Be- schäftigungen der Monate entsprechen. Ausserhalb der Kreise endlich in den Ecken des Vierecks sind die vier Jahreszeiten (s. S. 338.), sowie ausserhalb des Vierecks die vier Tageszeiten (s. S. 364.). Aehnlich ist das Jahr vorgestellt in einer Handschrift der Paulinischen Briefe aus dem Ende des 12. Jahrhunderts in der K. Bibliothek zu Berlin 2) und zwar auf einem Pergamentblatt, welches inwendig auf den Vorderdeckel geklebt ist. Es ist eine sitzende bärtige Gestalt mit einem Kranz in der Rechten, ebenfalls überschrieben Annas, welche in einemliund die Mitte des ganzen Bildes einnimmt: darüber und darunter erscheinen die Figuren des Tages und der Nacht nebst den vier Jahreszeiten, zu beiden Seiten unter Bogen- stellungen die Beschäftigungen der Monate. Eine dritte um ein Jahrhundert jüngere Vorstellung des Jahres sammt den Jahreszeiten und Monaten findet sich in einem lateinischen Gebetbuch vom J. 1293 in der Laurentiana zu Florenz 3). Der Januan Um dieselbe Zeit wurde es gebräuchlich, den Anfang des Jahres, das heisst den ersten Monat, mit einem heid- nischen Bilde, dem des Janus, zu bezeichnen, während S. unten c, im ersten Abschnitt. Cod. theol. lat. in fol. n. 192. Bethmann Bd. VIII. S. 839. Plut. XXV. cod. 3. p. 14. b. Bandini Catal. Laurent. T. I. p. 749. Bethmann in Pertz Archiv codic. lat. bibl.