223 umgebildet worden; so bezeichnen sie in der doppel- ten Beziehung eben nur die Grenze der christlichen Kunst. Ueberhaupt aber scheint der altchristlichen Kunst die Vorstellung der Planetengötter (abgesehen von den Bildern der Sonne und des Mondes, wovon im vorigen S.) fremd geblieben zu sein. Zwar giebt es von jener Stelle des Gregor von Nyssa (s. oben S. wo er von den. Bildern der owzxaia (elementa) spricht, an deren Nach- bildung die Künstler sich wagten, eine Auslegung, dass unter diesen „Elementen" die Planeten zu verstehen seien 1). Aber dieser Auslegung ist der sonstige Sprachgebrauch der Kirchenlehrer nicht günstig. Und sollte ihr auch sprachlich nichts entgegenstehen; so würde doch schwer- lich an christliche Künstler zu denken sein, deren Dar- stellung von Planetengöttern Gregor gewiss nicht bloss ein Wagstück genannt (worin noch kein Tadel liegt), sondern mit einem schärfern Ausdruck der Verwerfung belegt hätte. neunten Vom bis ZU lll vierzehn Jahrhundert. -ßll Die erste selbständige Planetentafel, von der wir Kunde haben, gehörte Karl dem Grossen. Der silberne Tisch nehmlich mit Darstellung der Welt, den sein Enkel Lothar im J. 842 zerstörte, soll die Gestirne und den Lauf der Planeten gezeigt haben (s. oben S. Die freilich nicht unzweifelhafte Nachricht, welche die letztere Angabe enthält, reicht zwar nicht aus, über die Aus- führung zu urtheilen. Doch da im Testament Karls des Grossen von drei Kreisen die Rede ist, aus welchen diese Tafel zusammengesetzt war; S0 lässt Sich denken, dass es concentrische Kreise waren und der innere eine Vules. zu Euseb. Hisi. eccles. 111, 125. 110i. Head.