159 vorgestellt sind 1). Die Tafel ist auf Befehl des Herzogs ÜPSus, wie auf dem Kreuze selbst zweimal zu lesen ist 2), angefertigt, wahrscheinlich 3) jenes Ursus, Herzogs von Ceneta, dessen Bruder zu Ende des achten Jahrhunderts Herzogs von Cividale war, wohin sie als ein Geschenk des Ursus gekommen sein mag. Sodann der Deckel eines Evangeliarium aus Werden, das nach einer Inschrift 4) dem h. Ludger, erstem Abt zu Werden, nachher (etwa seit 804) Bischof von Münster, gewidmet ist, im Besitz des Oberregierungsraths Krüger in Minden. Der Deckel ist von Holz mit vergoldetem Kupferblech belegt, worin ein Crucifix von Elfenbein: zu dessen Seiten, eingegraben in das Kupferblech, unten wie gewöhnlich Maria und Jo? hannes, oben Sol und Luna, jener mit Lichtzacken, diese mit der Sichel erscheinen. Ferner der Elfenbein- deckel des eben erwähnten pariser Evangeliarium, auf welchem über dem Gekreuzigten die trauernde Sonne und der Mond als Büsten sich befinden. Endlich das elfenbeinerne Diptychon der Agiltruda, um 880, ein Ge- l) Zuerst nach einer lllittheilung F0ntanini's wird die Tafel in dieser Hinsieht erwähnt von Bnonarroti Vasi di vetro p. 267. und Montfaucon Antiq. expliq. Suppl. T. III. p. 230. Darauf handelt de Rubeis Monum. Aquil. p. 326. von ihr und giebt eine Abbildung des Kreuzes (nicht des Crueifixes) mit seinen Inschriften. Eine Abbildung der Tafel selbst mit Anmerkungen ist versprochen (aber nicht erschienen) von Gori Thes. vel. diptych. T. III. p. 170. not. 2. 13.186. not, 1., wo er auch die Angabe Fontaninfs, die Tafel sei von Elfenbein, berichtigt. Aber auch de Rubeis bezeichnet; dieselbe als elfenbeinern. 2) Die Inschriftexi sind nach der eben erwähnten Abbildung von de Bubeis aufgenommen bei Muratori Thesaur. p. 19617 10. und neuerdings bei Mai Script. vet. nov. collect. T. V. p. 5, 3. 3) Nach der Vermuthung von de Bubeis. 4) Auf dem ersten Blatt: Abhas Rolholfus, divinne legis amicns, Librnm Lntgero pntri dedit hnnr venerando.