116 werden, giebt ein Bild von Pharacfs Untergang in einem Psalterium von italienischer Arbeit aus dem 13. Jahr- hundert in der K. Bibliothek zu Paris: da sind an die Stelle des personificirten Abgrundes (des Bythos) zwei Teufel getreten, welche mit Pfeilen auf Pharao und die Seinen schiessen 1). Sonne und Mond. Sonne und Mond 2) wurden schon im klassischen Alterthum verschieden dargestellt, je nachdem man an die Naturcrscheinung oder an die Idee der Lichtgottheit sich hielt und auch im letztern Fall ergicbt sich eine Verschiedenheit, sofern die Gottheit mehr oder weniger vollständig; mit ihren Attributen versehen werden sollte. Nach der herrschenden Vorstellung von dem Sonnen- gott und der Mondgöttin (Helios und Selene), wie sie auf der Himmelshahn sich bewegend gedacht wurden, fährt jener mit vier Pferden, diese mit zwei Pferden 3). So waren sie und zwar Helios emporsteig-end und Selene sich senkend, um nur zwei Kunstwerke von vorbildlicher l) Waagen Kunstw. u. Künstler in Paris S. 313. 2) Das Interesse, welches eine Monographie der christlichen Kunst- Vßfälßllllllg von Sonne und Mond gewähren würde, hebt Di- dron hervor, Annal. archeol. T. IX. p. 180. 182. 5) Ovid. Metam. Lib. ll. v. 153 sq. und Rem. amor. v. 258. Manil. Astron. Lib. V. v. 3. Von der älteren griechischen Kunst aber wurde die Luna zu Pferde reitend dargestellt, wie von Phidias am Fussgestell unter dem Thron des olympischen Zeus, Pans. V, 11, 3; ebenso auf dem Geliiss mit der Vor- stellung des Sonnenaufgangs in der Sammlung Blacas bei Ger- hard Ueber die Liehtgottheiten auf Kunstdenkm. in d. Philol. u. liistor. Abhdl. der Akad. zu Berlin. Jahrg. 1838. S. 385. Taf. I, 2. vergl. das. S. 386. 390. darnach bei Creuzer Sym- bol. u. Mythol. 3. Ausg. Th. II. H, 3. S. 696. Taf. VI. n. 32.