109 Arme ausgebreitet als Darstellung der Erde l), welche den Verlust Herzog Giuliands beweint, die andere lächelnd, die Arme nach oben streckend, ein Bild des Himmels, der sich fröhlich zeigt ob des Glanzes und Schmuckes, der ihm durch die Seele jenes Gebieters ver- liehen wird. In dieser Zeit kommen auch die vier Elemente nach mythologischen Motiven zur Darstellung. Zwar sind sie noch um das J. 1480 in einem Kalenderbuch der Heidel- berger Bibliothek 2) nach ihrer natürlichen Beschaffen- heit abgebildet: die Erde mit Andeutung der Landschaft durch Berg, Steine, einen Baum, und des Bewohntseins durch ein Gebäude; das Wasser mit einem Schilf; die Luft als Gewölk, worin sich Strahlen zeigen, die von einem Kopf (das ist der Wind) ausgehn; das Feuer als aufsteigende Flammen. Aber von Paolo Vero- nese wurde (vor 1560) zu Masero im Trevisaner Ge- biet ein Saal des Hauses, welches gegenwärtig die Grafen Manin besitzen, mit mythologischen Figuren geschmückt, insbesondere die vier Ecken desselben mit den vier Ele- meuten, während der Olymp die Mitte einnimmt 3). Von der Eriindung des Francesco Albani 1660) sind Dagegen ist von Tribolo eine Göttin der Natur in Marmor ausgeführt, welche, zu einem Brunnen bestimmt, eine antike Vase auf ihrem Haupte tragen sollte: bei der ersten Reihe ihrer Brüste sieht man einige Kinder mit Festons in den Händen in verschiedenen anmuthigen Stellungen, bei der zweiten Reihe Brüste eine Menge vierfüssiger Thiere und der Göttin zu Füssen allerlei Fische; diese Statue ward in Fontainebleau aufgestellt. Vasari a. a. O. S. 61. Cod. Palat. 832 in fol. (erwähnt von Wilken Gesch. der allen Heidelb. Büehersamml. S. 540. Waagen Kunstw. u. Künstler in Deutschl. Th. n. s. 387.) B1. 106- a. b- und 107. a. b. E. Förster zu Vasari Leben der Maler Th. IV. S. 337. A. 56. w es a)