96 dosius, Lector zu Thessalonich, der, etwa im .l. 303, den Märtyrertod durch Ertränknng gelitten haben soll und dessen Gedtichtniss in der griechischen wie in der lateinischen Kirche am 4ten April angesetzt ist, wird er- zählt 1): es sei ihm im Schlaf von Gott ein Ring an die Hand gesteckt, durch den er, ohne gegenwärtig zu sein, von unheilbaren Krankheiten befreien konnte. Dieser Ring enthielt Scnlpturen, wodurch der allmächtige Gott kund gethan haben sollte, dass Er der Geber sei, der die vier Elemente regiert 2). Es konnten die Elemente durch Thiere, die in ihnen leben, und Gott nach seiner Herrschaft über sie durch eine Hand, oder auch die Elemente durch die heidnischen Götter, die in ihnen walten, das lleisst im Sinne der alten Christen durch Dämonen, init- hin Gott als Herr auch über diese angedeutet sein. Darüber fehlt es an einer nähern zängabe; Der Grund aber, wes- halb gerade diese Vorstellung dort angebracht war, wird in der vorhin bemerkten Annahme liegen, dass durch Krankheit und Tod der Leib in seine vier Elemente zer- setzt wird: es zeigt also der Ring, der mit Kraft ausgestattet war, dieser Zersetzung wirken, Gott als Herrn der Elemente an 3). wunderbarer entgegenzu- 1) Act. Sanct. Antv. 4 Apr. T. I. p. 322 0.; die griechischen Acten das. iui Anhang p. XLII. e. 1'. Tillemont Mem. pour serv. ä l'hisL. eccles. Not. XIII. sur la persecut. de Dioclet. T. V. p. 602. erklärt die Erzählung für fabclhaft. 2) 51a nagf mlroü n) (lügen! 1017 1d 1äazmgce arorxsia Jmmoüvrog. 3) Mnzoclii In Neapel. lial. Comment. p. 154. not. 23. meint, es sei auf der Gemme des Rings der Name Gottes rhh", das nomcn tetrngrammon, eingegraben gewesen, indem er droqüa für Buchstaben nimmt. Mit Recht weiset Martorelli De reg. mlieca calamar. Lib. II. p. 699. diese augenscheinlich unstatlliafte Erklärung zurück, doch ohne über die Sculpturen eine eigene Ansicht zu äussern.