144 1c ouuult; L1 CCIS Q. Jan van Kessel d. 1656 noch vor den Schöffen zu Antwerpen erschien (Branden 613.), also zu dieser Zeit noch am Leben war. Dass der Sohn 1675 noch am Leben war, schliesst man aus der Bezeichnung eines Bildes in der Liechtensteinßchen Sammlung zu Wien (N0. 1406. welches diese Jahreszahl enthält und wohl in keinem Falle auf den Vater zu beziehen ist. Jan van Kessel der I 626- I678fg. ältere, 490. "Bacclza 12a! in Larzdsclzaft." einer Bei Eberlein (I Cab. N0. 35.) ist dies Bild unter dem Namen des „Ferdinand von Kessel" aufgeführt und dazu bemerkt: „Hinten ist eine Landschaft von Kerrinx." Pape schrieb es dem „J0hann van Kessel, geb. 1626, holländische Schule" zu. In späteren Verzeichnissen ist dann das Todesiahr mit 1696, zuletzt mit 1708 hinzugefügt und der alte Beisatz, dass die Landschaft von "Kierings" sei, wieder aufgenommen worden. Dass das Gemälde zunächst nun nicht von einem Ferdi- nand van Kessel herrührt, geht daraus schon klar hervor, dass der eine Ferdinand, der Sohn Jan's des älteren, erst 1648 geboren wurde, ein anderer Ferdinand van Kessel aber gar erst 1699 in die Lehre trat, (Liggeren II. 617. 621.) das Bild aber ohne Zweifel dem zweiten Viertel des Jahrhunderts an- gehört. Dass aber weiter die Landschaft nicht von dem be- kannten Keirincx ausgeführt sei, möchte wohl deutlich eine Vergleichung dieses Bildes mit den drei Werken desselben in hiesiger Sammlung (N0. 678-680.) ergeben. Unter den Gliedern der zahlreichen Antwerpener Familie van Kessel dürfte nun Jan der ältere derjenige sein, der am ehesten und wahrscheinlichsten das Bild gemacht hat. Nach den Liggeren (II. S. 62.) und dem Kataloge von Ant- werpen (S. 476.) ist Jan van Kessel der ältere im April 1626 getauft, in die Lukasgilde als Lehrling 163415 und als Meister 1644x5 aufgenommen worden; er starb im Gildejahr 1678 auf