Plastik. 37 und fast gleichlangen Finger. Die Beine, wenig muskulös und ziemlich mager, verrathen trotz ihrer Schlankheit grosse Elasticität und wie der keineswegs kräftige Körper überhaupt die Fähigkeit zu Anstrengung und zähe Ausdauer. Die Knie sind scharf und mit anatomischem Verständniss gezeichnet, die Füsse schmal und lang, wie namentlich die ganz flach aufliegenden an Lange und Form wenig unterschiedenen Zehen. Bei weiblichen Körpern sind die Brüste stark entwickelt und die Mammen rosettenartig gezeichnet, ein enganliegendes Gewand reicht Vom breiten Halssclimucke an, welchen gewöhnlich auch männliche Ge- stalten tragen, bis an die Knöchel, jedoch ohne Berücksichtigung des Stoffes und der nothwendigsten Fal- tenbildung so elastisch erscheinend, n, dass man oft nur an denEnden über- „ jilirlg haupt die Bekleidung gewahrt. Sonst ßilii, ist noch zu bemerken, dass die älte- l ren Bildwerke, wie auch die jüngeren nubischen derber, die der besten (ra- messeischen) Zeit schlanker und l' i. elastischer, vom fünften Jahrhundert vjfili , v. Chr. an aber modellirter werden i" und stets einigen griechischen Ein- fluss verrathen. Gleichwohl verbleibt noch bis zum Ende der Ptolemäer- Q Clynastie ja selbst bis in späte rö- iifiiizl" lil i 7 n ql mische Kaiserzeit herab der alte Ty- f; Qwhf pus im Ganzen und Grossen unver- anclert denn von den eigentlich nationalen in und in Aßayptsn her- mwjllmuezäll gestellten Werken sind jene Mode- u "m" w" 3' ";i:"iri'iiimmiililiii arbeiten griechisch- römischer Kunst m" namentlich aus Hadrianischer Zeit zu unterscheiden, welche nur Gewand und Stellung der ägyptischen Bild- Werke entlehnten, sonst aber nichts mit dieser Kunst gemein haben, wie diess z. B. die zahlreichen Antinousse zeigen, die noch in fast jedem Museum zu finden sind. Weit entwickelter als in den vom Banne hierarchischen Conser- vatismus belasteten Rundbildern vonGöttern und Menschen erweist sich die ägyptische Kunst in Thierdarstellungen. In diesen wusste sie das Charakteristische mit grosser Meisterschaft auszuprägen und eine grosse elastische Lebendigkeit zu erreichen, selbst wenn, was sehr häu-