Grailich. die Purpur; durch das Grau. Mischunlg aber des Weiss entsteht Schwarz und Auch wenn wir das Schwarze und Schattige mit dem Lichte des Feuers oder der Sonne mischen, entsteht cin Gelbroth; ingleichen wird (las Schwarze, das sich entzündet, gelbroth, z. B. raucheryde Flamme, glühende Kohlcn. Eine Iebhafte und glänzende Purpurfarbe aber erscheint, wenn mit mässigeln und schattigem Weiss schwache Sonnenstrahlen tempe- rirt Werden. Nun muss man aber auf die angezeigte Weise ulle Verschieden- heiten der Fax-ben betraclnten, welche bei mannigfaltiger Bewegung sich dochselber ähnlicln bleiben, je nachflemihre Mischung beschaHen ist, und so werden wir uns von den Ursachen der Erscheinung, welche sie sowohl beim Entstehen als beim wechselseitigen Wirken hervor- bringen, vällig überzeugwan. All ein man muss die Betrach- tung hierüber nicht anstellen, indem man die Farben mischt, wie die Dvlalcr, sondern indem man, wie v0r-_ hergesagt, die zurückgeworfenen Sonnenstrahlen auf- einan der wirken lässt. Denn auf diese Weise kann man am besten die Verschiedenheit der Farbezx betrachten. Als Beweise aber IIIÜSS man die einfacheren Fälle aufzusuchen verstehen, in welchen man den Ursprung der Farben deutlich erkennt; desshalb muss man besonders das Licht der Sonne, des Foucrs, des Wassers und der Luft vor Augen habenn. Denn indem diese mehr oder weniger auf einander wirken, vollenden sie, s0 zu sagen, alle Farben. Ferner muss man die Ähnlichkeit ande- rer mehr kürperlicher Farben sehen , welche sich mitv leuchtenden Strahlen vermischen; so bringen z. B. Kohlen, Ranch, Rost, Federn, Schwefel, indem sie theils von den Sonnenstrahlen, theils von Idem Glanze des Feuers temperirt werdexx, viele und rnannigfaltige Farben- veränderxlngen hervor." Wie sollte ein Künstler, der überall Anschaulichkeit und Eben- muss fordert und dem das Klare und Praktische zunächst liegt, durch diese trübe Mischung von Wahrnehmung und 'I'heorie sich angeregt fühlen! Und doch ist die hier gegebene Stelle ein Glanzpunkt des Werkes, und wie erwartungsvoll muss man die durch den Druck her- vorgehobenen Sätze lescn, in dencn so vieles von der richtigen Methode liegf, und denen so wenig das in den folgexlden Sätzen