Beitrag zur Theorie der gemischlen Fax-ben. Z5 derung zu unterwerfen gewolmt waren als der mechanisclxen Vor- kleinerung; die berühmteste Beliquic aus den Ilülncrzeiteln, die Aldo- brandinische Hochzcit, ist, wie D av y's 2) Untorsuchungcn zeigen, mit geringeln Farlnenanfwande hcrgestellt und die Fm-lrslode waren su ziemlich alle durch die Analyse zu ermitteln, olme dass sicln ein cin- ziger gefunden hätte, der nicllt in den Verzeichnissen 3) der allen Autoren nachzuweiscn wäre, und wie arm dicse im Vcrgleiche zu den Mitteln der späteren Jahrhunderte sind, zeigt dus XXXV. Buch der Historia naturalis des PllÜlLIS. Um aller thcoretische Untcrsuchun- gen anzustellen, mussle vor allem ein rcichcs lllatcrial für dieselbexl vurliegen, und was mehr ist, es musstc der Sinn für solclle lebcndig sein, und wie sollte der sich bei den Künsilerln [lndcn , du cr bel den Berufenslen, den Weisen der Schule, den Erforschcrn und Auslegern der Natur entweder fehlte oder in fulschen Bahnen erfcwlglos irrte. Denn die Forsclner der altclassischen Zeit verslanden es wohl, Erfah- rungen zu sammeln und unterordnende Gesichtspulnkte cinzureihen; (loch eine Erscheinung auf ihre einfaclxsten Bedingungcn zurückzu- fülxren, abwechselnd aus empirisclxen Elennerlterx eine 'l'heorie abzu- leiten, aus dieser gefolgerte Phänomene wicdcr in der Natur anfzu- suchen oder hervorzurufen und so aufinductivem WVege die Erfanlnrung zu durcllgcistigen und die 'l'heorie zu läutern, wm- ihnen versagt. Die besseren unter ihnen stchen vereinzelt; die Schulc nulnn nur auf und hildete fort was in den dogmatischen Geist der rümischen, alexandri- nischen und mittelalterlichen Zeiten pnsste und erst ÜIISCPCII Tagen ist es aufbehalten, die Keimc eclxter Naturforschung in Ari s t0 teles, Euklid, Archimedes, Hipparch und Ptolexluäus nacllzu- weisen. In Aristoteley 11) Buch über die Farben llndet sich die erste Nacllricht von Beobnchtungen üher die Mischulng der Farlxon und es ist charakteristisch für die peripatetisclme Schule, in welchor Weise in dem Vortrage riclltige Erfaxhrungen und geistvolle Bvmcr- laungen mit dogmatisch gcfesselten Grundgedanken (llIPCllXTÜlHJ sind. Indem Ari sto teles die Bedingungcn der Einfuchheit der Farloun ans- serhalb der Farben selhst, in den Elementerl sucht, und so von vorne hereinl die Anzahl derselben zum mindcsten bescllränkt, sagt er über die Mischung derselben Folgendes: ,,Diejeuigen Farben, die aus dem Gemenge der einfachen, oder durch ein Mehr oder Weniger entstelxen, sind viel und mannigllnltig. Durch Nlchr oder Weniger erzeugen sich die Stufen zwischen dem Sclmarlach und