Fällen, wie z. B. bei demjenigen, dessen der üppige Elagabalus sich be- diente, in gediegenem Silber ausgeführt. Ein solches bronzenes, unseren eisernen Feldbettstellen nicht unähnliches, auf sechs Füfsen ruhendes Ge- stell ist uns aus einem etruskischen Grabe erhalten, dessen Abbildung das Museum Grcgorianum (Vol. I. Tav. 16) wiedergiebt. Gitterartig ge- legte Bronzeschienen vertreten hier die Gurte (fasciae, institae, tecnta cublilia), mit denen der Bettkasten zum Tragen der Matratze und der Kissen gewöhnlich bespannt zu werden pflegte. Diese Matratze (torus), in der alten einfachen Zeit aus einem Strohsacke bestehend, wie solchen auch die Soldaten im Felde mit Leichtigkeit selbst anzufertigen pflegten, wurde von den verweichlichteren Generationen einer späteren Zeit mit Schaf- wolle (tovnentzwn), mit Wiesenwolle, welche das Gnaphalium lieferte, oder auch mit dem weichen Flaum der Gänse, namentlich der germanischen, und der Schwäne gefüllt; Elagabalus wählte sogar die zarten, unter den Flügeln der Rebhühner sitzenden Federn für seine Betten aus. Mit dem- selben Material waren auch die über den Matratzen liegenden Pfühle und Kissen (oulcita) gestopft. Solche Kissen von zottiger Wolle zeigt uns z. B. ein Wandgemälde in wZahn's schönsten Ornamenten etc. 3. Folge. Taf. 414. Decken und Tücher (vestes stragulae), welche je nach den Vermögens- umständen des Besitzers entweder von einfachen Stoffen angefertigt oder kostbar gefärbt und mit eingestickten und eingewebten Mustern und Bor- duren geziert waren, pflegte man über die Polster und Kissen auszubreiten. Ein oder mehrere Kissen (pulvinus), welche am Kopfende des Lagers ihren "Platz fanden und die Bestimmung hatten, entweder dem Kopf eine erhöhte Lage zu geben (daher auch cervicalia genannt) oder dem linken Ellen- bogen des in halbliegender Stellung Ruhenden als Stützpunkt zu dienen, vollendeten endlich die Ausstattung des Lagers. Da das auf dem unter Fig. 235 abgebildeten, mit dem Namen der valdobrandinischen Hochzeit" be- zeichneten Wandgemälde vorkommende Lager, sowie die unter den Figg.19O bis 193 von Vasenbildern entnommenen griechischen Bettstellen und Sophas auch für die römischen Sitten ihre Geltung finden, so können wir hier auf jene Darstellungen füglich verweisen. Fufsbänke (subsellia, scabella, scanzna), für das Besteigen der hohen Throne und Lagerstätten noth- wendig, bei den Cathedren hingegen nur der Bequemlichkeit dienend, waren bei den Römern ebenso beliebt, wie bei den Griechen. Wie schon angedeutet, diente das Lager sowohl zum Ruhen, als auch um auf ihm in halbliegender Stellung, den linken Arm auf die Kissen stützend, zu meditiren, zu lesen und zu schreiben, eine Sitte, welche die Römer von den Griechen unstreitig angenommen hatten. Die Construction beider Lager,