Der römische Privatbau. Thür und Fenster. 429 liehen Gegenstände ersetzen, durch welche sich, insbesondere soweit dies Früchte und sonstige efsbare Dinge betrifft, noch heut die Italiener aus- zeichnen. Was jene anderen Häuser anbelangt, die sich nur mit ihrer Thür gegen die Strafse zu öifneten, so hat Mazois nach vorhandenen Resten die Fig. 387. lliestzgigätiiän einernFacadeDgersuciät, Bläe uriger _ lg- argeste t ist w in er itte e- {indliche Thür ist durch zwei Pilaster kOrlntlli- viiijffii. Wille" -i Willi?" liliiv . r scher Ordnung geziert, die Wende rechts und links sind mit einem den Quaderbau nachalimen- f den Stuckwerk bekleidet, welches unten gröfsere m2: l 1' Platten, in dem oberen Theile die regelmafsige {Jul Ilhliiijii i? Schichtung kleiner Steine darstellt. Ein einfacher iili. dlilililviidviflliiilii iliiiiilfiiiil li Streifen schliefst diesen Theil ab über welchen rflißAlivrlnmlnülliri' ' ein zweites Stockwerk mit drei kleinen Fenstern angeordnet ist. Ueber den Verschlufs der letzte- ren ist nicht in allen Fällen Bestimmtes zu ermitteln. Theils mögen sie mit beweglichen hölzernen Läden geschlossen gewesen sein, wie dies aus den noch erhaltenen Holzrahmen ersichtlich ist, welche neben den im Hause des vtragischen Dichters" in Pompeji befindlichen Fenstern ange- bracht sind; theils mögen durclilöcherte dünne Steinplatten diesen Zweck erfüllt haben, wie denn auch solcher Verschlufs sich wirklich erhalten hat; theils endlich kommt die Erwähnung eines Verschlufses durch dünne Platten eines durchscheinenden Steines (lapis specularis) vor, und mehrere in POITIPCJI gefundene Scheiben aus künstlichem Glase beweisen, dal's man sich auch dieses Mittels zugleich zum Schlufs der Fenster und zur Er- leuchtung der Zimmer bedient habe. Fig 388. Von der Bildung der Thüren sind wir aufser dem Fig. 387 angeführten Beispiele durch mehrere andere Reste unterrichtet, und wird die Construction der Thor- 011a flügel und deren Verschlufs in S93 ausführlicher be- handelt werden. Wir führen hier unter Fig. 388 nur ä _ die Thiir eines Hauses in Pompeji an, die in einfachster Weise architektonisch gegliedert ist. Zu bemerken ist l u die Unterbrechung der Pilaster durch fensterartige Oeif- XäiixXKX nungen, durch welche der Thürhüter (ostiarius) einen " Blick auf die Einlafsbcgehrenden werfen konnte, wenn diese vermittelst des hier auch angedeuteten Klopfers ihr Begehr des Ein- tritts kundgegeben hatten. Von den Thürfliigeln und ihrer Verzierung