428 Der römische Privatbau. Die Faqaden. Mündung (puteal) einer Cisterne befindet (dasselbe findet auch im Peristyl des Hauses des Pansa statt), c das Tahlinum, dessen Wände noch mit Male- reien geziert sind, d endlich das Peristyl, dessen ollenen Raum eine zur Aufstellung von Zierpflanzen bestimmte Vertiefung einnimmt und unter welchem sich ein gewölbtes Kellergeschofs (ltypogaeum), wahrscheinlich zur Aufbewahrung der Vorräthe, befindet. Fig. sse. D UFULI lili EM .1: V ß xxiww bäXx i? ä 76. Der oben versuchten Beschreibung des römischen Hauses mögen sich hier noch einige Bemerkungen über dessen Ausstattung, sowie über die Erweiterungen und Umwandlungen anschließen, denen die im Ganzen gleichmäßig wiederkehrende Gesammtanlage in Rücksicht auf veränderte Zwecke des Wohngebäudes unterzogen werden konnte. Wir beginnen mit der Facade der Häuser. Ueber ihre Anordnung ist, da fast überall die oberen Stockwerke bei der Zerstörung Pompejis vernichtet worden sind, nur wenig Bestimmtes mitzutheilen. Im Allgemeinen läßt sich annehmen, dal's sie im Verhältnifs zu den inneren Räumen meist sehr einfach gehalten waren. Der ganze antike Privatbau war mehr Innen- als Außenbau, und während sich alles auf Schmuck, Zierde und geschmackvolle Decoration Bezügliche in den inneren Wohnräumen entfaltete, scheint für die Facade nur das Zweckmäßige maßgebend gewesen zu sein. Doch mufste auch diese Zweckmäßigkeit auf eine gewisse Gestaltung führen, und es konnte selbst ein wenn auch nur schlichter Schmuck nicht ausbleiben. Zu- nächst muß man zwischen solchen Häusern unterscheiden, deren Fa- eade durch Läden eingenommen war, und solchen, die nur einen in's Innere führenden Eingang hatten. Von derartigen Läden haben wir oben Fig. 384 und 385 Beispiele kennen gelernt. Dieselben scheinen sich meist in ihrer ganzen Breite gegen die Straße geöffnet zu haben; architekto- nischer Schmuck mochte hier der Regel nach fehlen, und diesen Mangel mußte die zierliche und kunstvolle Aufstellung und Anordnung der käuf-