als Wappen der meisten böotischen Städte auf den von ihnen geprägten Münzen (Fig. 273a, von einer Münze der böotischen Stadt Haliartus), sowie sehr häufig auf Vasenbildern des älteren Styls. Alle Schilde waren mehr oder weniger nach aufsen gewölbt. Die Art und Weise den Schild zu tragen, scheint aber in der ältesten Zeit eine sehr unbequeme gewesen zu sein, indem derselbe mittelst einer an der Innenseite in der Nähe des Randes angebrachten Lederschleife (zsleenaiv) um Kopf und Nacken ge- hängt wurde, während zum Dirigiren desselben für die linke Hand sich ein Griif (Ttögnalf) im Innern der Höhlung des Schildes befand. Eine Verbesserung dieser Walfe wurde nach Herodofs Angabe den Karern zu- geschrieben, indem dieselben in der Mitte der Schildwölbung einen me- tallenen oder ledernen Bügel (dxavov) zum Durchstecken des Oberarms, an dem Schildrande aber eine Handhabe für den Arm anbrachten (Fig. 267, 268, 273 e). Ob damit jener vorhingedachte Telamon ganz wegfiel, oder ob, was wahrscheinlich, ein solches WVehrgehäng noch in späterer Zeit üblich war, um auf dem Marsch, in gleicher Weise wie bei den Römern, den Schild auf dem Rücken tragen zu können, darüber fehlen uns die Zeugnisse. Betrachten wir aber den mit seiner inneren Wölbung dem Beschauer zu- gekehrten Schild (Fig. 273 d), welcher zu den Füfsen der schönen Statue des sitzenden Ares in der Villa Ludovisi ruht, so erkennen wir ganz deut- lieh in dem, neben den Handhaben an einem Metallringe befestigten Riemen, jenes mit Telamon bezeichnete Wehrgehäng. Bei dem ältereren Rund- schilde fehlten aber häuiig die beiden Handhaben und statt ihrer wurde eine, von dem einen Schildrande bis zum anderen reichende, breite Quer- stange (xavaiv) über die Wölbung des Schildes befestigt, unter welcher der Oberarm hindurchgesteckt wurde. Die Hand dagegen erfafste eine von den ringsum im Innern des Schildes angebrachten Handhaben von Leder oder Zeug (Fig. 2735). Jedesfalls gewährten diese zahlreichen Handhaben den Vortheil, dafs, wenn der Schild in der Nähe einer derselben verletzt oder sie selbst zerrissen war, der Kämpfer nur den Schild etwas um den Oberarm zu drehen und mit der Hand eine der unversehrten Handhaben zu erfassen brauchte. Der Schild kam mithin, selbst wenn er stark be- schädigt war, während des Kampfes nicht aufser Anwendung. Wahr- scheinlich gehörte diese Art den Schild zu tragen der älteren Zeit im, d?! wir dieselbe nur auf Vasenbildern aus der früheren Periode vorfinden. Der Schild wurde von Ochsenhäuten verfertigt, welche man in mehr- fachen, oft sogar in sieben Lagen übereinander mittelst Nähte verband, und darüber mit Nägeln eine Metallplatte "befestigte. Die Köpfe dieser Nägel (öpqvalöi) traten längs des Schildrandes buckelartig hervor (F ig.272 a),