welche theils die Reinlichkeit, theils Cultushandlungewforderten, auch das Bad einerseits zur Erfrischung und Kräftigung, andererseits als noth- wendiges Hebungsmittel weiblicher Reize der Toilette vorangegangen sei. Die Vasenmalerei hat sich auch auf diesem Gebiete mannigfach ergangen. Hier zeigt sich eine Dienerin, welche den Inhalt einer Hydria über den Rücken der vor ihr hockenden unbekleideten Herrin ausgiefst; dort eine Schöne, welche nach abgelegten Kleidungsstücken mit der Hand den kühlen Wasserstrahl auffangt, welcher aus einer an der Wand angebrachten Pansmaske in das darunter stehende, auf hohem Fufse ruhende Becken strömt, während das am Boden liegende Alabastron und der Kamm auf die zu vollendende Toilette nach genommene-m Bade hinzudeuten scheinen (Panofka, Bilder antiken Lebens. Taf. XVIII, 10.11). Am interessantesten aber ist unstreitig die Darstellung auf einer volcenter Amphora des kö- niglichen Museums in Berlin, welche uns einen vollständigen Einblick in die innere Einrichtung eines griechischen Badezimmers gewährt. Ein im dorischen Styl erbautes Badehaus erblicken wir hier. Durch eine Säulen- stellung ist der innere Raum in zwei abgesonderte Badezellen getheilt, deren jede zwei badende Frauen aufnimmt. Das Wasser wird wahrschein- lich vermittelst eines Druckwerkes durch die hohlen Säulen in die Höhe getrieben und durch Röhren, welche in einer Höhe von etwa sechs Fufs vom Boden aus die Säulen miteinander verbinden, in Communication ge- setzt. Zierlich geformte Eber-, Löwen- und Pantherköpfe bilden die Mün- dungen der Hähne und speien einen feinen Staubregen auf die Badenden, welchen diese in verschiedenen Stellungen auf die einzelnen Theile ihrer Körper herabströmen lassen. Noch machen wir darauf aufmerksam, dafs die Haare der Badenden in feste Zöpfe zusammengeknotet sind, um die- selben bei der darauf folgenden Toilette leichter auflösen zu können. Jene oben erwähnten Röhren wurden, wie ersichtlich, dazu benutzt, die zum Abtrocknen bestimmten Badetücher an ihnen aufzuhängen, viel- leicht auch, falls sie mit warmem Wasser gefüllt waren, die Tücher zu erwärmen. Ob wir hier eine öffentliche Badeanstalt für Frauen, wie solche wohl aufserhalb Athens mehrfach vorkommen, oder ein Privatbad vor Augen haben, müssen wir freilich dahingestellt sein lassen. Die dem Bade nachfolgende Toilette finden wir gleichfalls häufig bild- lich dargestellt, doch können wir füglich das hierher Einschlagende über- gehen, da bereits in dem Abschnitt über weibliche Kleidung das Noth- wendige beigebracht worden ist. Kamm, Salbenfläschchm, Schmuckkästen, Tänien und Handspiegel, theils in den Händen der sich Schmückenden, theils ihnen von Dienerinnen dargereicht, lassen uns in solchen bildlichen