160 Thongefäfse. Entwickelung der Gefäfsmalc sios stat_t, jedoch fehlen UIIS näheren Beurtheilung desselben die Mo- numente. Nächst der Composition ist es aber die äußere Form der Gefäße, welche unsere Aufmerksamkeit fesselt. Schlanker und leichter construirt sind die Schalen, zweihenkligen Amphoren und Krateren, welche die dritte Gruppe besonders zahlreich vertreten. Daneben erscheinen jene reizend modellirten Trinkhörner (Fig. 204), sowie Köpfe (Fig. 200d) und ganze Gestalten, welche als Träger von Gefäßen benutzt werden. Diese Mannig- faltigkeit in der äußeren Form, die Größe vieler Gefäße, besonders jener als Prunkgeräthe dienenden Amphoren, sowie die dadurch gebotene Ge- legenheit für eine Ueberladung mit Figuren führte freilich zur Flüchtig- keit und Nachlässigkeit in der Ausführung der Composition. Das richtige Maßhalten, welches für den schönen Styl als charakteristisch gilt, beginnt einer Ueberladung mit überreicher Ornamentirung, einer Vorliebe in der Darstellung von Prunkgewändern, sowie einer übermäßigen Anwendung der weißen, gelben und mancher anderen Farben Platz zu machen, und so sehen wir, ebenso wie die anderen Zweige der Kunst, durch Aufgeben der richtigen Grenzen der Schönheit auch die Gefäfsmalerei ihrem Verfalle entgegenschreiten. Lucanien und Apulien sind die Hauptfundorte dieser Praehtgeüifse des sinkenden Styls, von denen wir unter FigQOO a, b, c einige Beispiele geben, auf deren Eigenthümlichkeit in Bezug auf den Slyl der