Wohnhaus auf der Insel Delos. Die Gräber. 89 das Gebäude übrigens für eine öiibntiicile Badeanstalt, womit indefs die nicht sehr bedeutenden Dimensionen nicht im Einklang zu stehen scheinen. Fig. 93. Fig. 94. wir u llillll illi l i g w lljjlj, er j jj , llllli". Die Cisterne, welche wahrscheinlich die Ver- anlassung zu dieser Erklärung gegeben hat, würde auch für jedes Privathaus sehr wohl passen. Jedesfalls haben die Griechen ebenso "l dafür gesorgt, ein Wasserbehältnils in ihrem A Hause anzulegen, als wir gegenwärtig die Brunnen für ein Haupterfordernifs in jedem Wohnhause erachten. Was übrigens die für den Privatbau sehr wichtigen Ueberreste von Delos an- betrifft, so beklagt Rofs deren gewaltsame Zerstörung, die hier, wie bei vielen anderen Resten aus dem Alterthum, noch immer fortgesetzt werde, um Steine und Mörtel zu Neubauten zu gewinnen. Ohne diese Barbarei würden hier noch ganze Stadtviertel aufrechtstehen. Unter sehr vielen, vielleicht den meisten Häusern waren Cisternen angebracht, theils (je nach dem Verhältnifs ihrer Breite) mit schmalen Bogen überwölbt, theils nur mit langen Granitbalken überdeckt, auf welchen dann der Fufsboden ruhte. 23- Um hier zunächst mit denjenigen Monumenten des griechischen Lebens abzuschliefsen, welche sich auf 'die einzelne Persönlichkeit als solche beziehen, gehen wir von den Wohnungen der Lebendigen zu den Ruhe- Stältßn der Verstorbenen über; von den Häusern wenden wir uns zu den Üfäbßrll- Bei der grofsen Pietät des hellenisehen Volkes gegen die Ver- stoPbenen hat diese Art von Monumenten eine ungemein grofse Bedeutung erhalten und eine überraschende Mannigfaltigkeit von Formen hervorgerufen. Wir wollen diese Fülle von verschiedenen Gräberformen aus dem Stand-