zu erscheinen. Dann wurden die Schattenlinien daran gezogen, sowie die wenigen dunklen Stellen an den lichten Flächen. Die Rauhigkeit der Flächen zwischen den Hieroglyphen wurde mit sehr trockenem Pinsel, aber starker Farbe überwischt. Dass diese Figur nur in einer Farbe ausgeführt ist, geschah nur deshalb, um die Deutlichkeit des zu Beschreiben- den nicht zu beeinträchtigen und bleibt sich der Eifect gleich, ob eine oder verschiedene Farben zur Verwendung kommen. Behandlung VOTl Licht und Schatten. In der Oelmalerei charakterisirt man Licht und Schatten eines Gegenstandes in der Regel dadurch, dass man zu ersterem helle, deckende Farben pastös aufgetragen anwendet, zu letz- terem mehr die durchsichtigen dunklen Lasurfarben, weil diese Behandlung dem Eindrucke, welchen die Wirklichkeit auf das Auge macht, am besten entspricht. Jene Farbentöne, welche auf einer grell beleuchteten Fläche sichtbar sind, stehen hart neben einander, wvährend dieselben in Schattenliächen mehr in einander zu schmelzen scheinen. In der Aquarellmalerei ist es viel schwieriger, diesen Unterschied zum Ausdruck zu bringen. Dennoch ist dies mit Hilfe der eben besprochenen halbtrockenen oder nassen Pinsel- führung möglich, was den Deck- oder Lasurfarben der Oel- malerei entspricht. Es wäre z. B. in der vorigen Fig. 18 die Schattenfiäche c, d, f, g, falls dieselbe verschiedene Farbentöne aufweisen würde, etwa in Braun, Violett, Gelblich, der Farbe des Steines entsprechend, dadurch hervorzubringen, dass man diese Farben nass neben einander setzt und in einander fliessen lässt, während man Farbenunterschiede in der Lichtfiäche trocken und hart neben einander setzen müsste. Auf ähnliche Weise behandeln viele Figurenmaler den Hintergrund zu ihrer Figur, welcher zugleich für die Voll- endung der Figur einen Massstgb gibt, wie weit man in der