274 Zweiter Abschnitt. Liebhaberkünste. verschiedenen Die Die Richtplatte dient als Unterlage zum Richten oder Geradeschlagen der Blechstreifen und fertigen Teile mit dem Hammer. Mit der Blechschere werden die Streifen abgeschnitten. Die Flachzange dient hauptsächlich zum Befestigen der Bunde, von denen nachher die Rede sein wird. Die Biegzange dient zum Biegen der Streifen, zum For- mieren derselben. Mit der Flachfeile werden die abgeschnittenen Enden und andere Rauheiten glatt gefeilt. Der Feilkloben oder an seiner Stelle der Schraubstock dient zum Einspannen und Festhalten einzelner Teile während der Arbeit. Die erste Aufgabe wird das Entwerfen eines zweckent- sprechenden Musters sein. Da besondere Vorlagen bis jetzt nicht vorhanden sind, können die Schmiedeeisenarbeiten gröfsern Mafs- stabes als Anhalt dienen. Um was es sich handelt, zeigen die diesem Artikel beigegebenen Entwürfe. Die fertigen Zeichnungen klebt man auf ein dünnes Brettchen oder einen starken Pappdeckel. Das ist die Werkzeichnung, auf welcher die gebogenen Teile mit dem Entwurf verglichen und in Einklang gebracht werden. Das Biegen, das Formieren der Einzelteile geschieht mit der Hand und mit der Biegzange. Das Überflüssige wird abge- schnitten. Wo dies nicht wohl angeht, wie z. B. bei einem S-förmigen Stück, das beiderseits in Spiralen endigt, da wird das Stück vor dem Biegen auf die richtige Länge gebracht. Diese Länge wird bestimmt, indem man mit einer Zirkelweite von 3 mm die Kurve auf der Zeichnung absticht. Enthält das Kurven- stück z. B. 42 solcher Teile, so mufs der zu biegende Streifen 126 mm lang sein u. s. w. Die einzelnen gebogenen Teile werden miteinander be- festigt, indem man, da wo es nötig erscheint, die zwei sich be- rührenden Teile durch einen Bund vereinigt. Der Bund Wird aus den nämlichen. Blechstreifen hergestellt und hat fertig, d. h. nach dem Umlegen, die Gestalt wie Fig. 203g. Man macht den Bund mit der Flachzange, deren Backen so breit sein müssen wie die__Breite der Blechstreifen, indem man die letztern quer in die Offnung der Zange einsteckt und festhält. Den eingebrachten Streifen biegt man erst auf 4 mm Länge, dann auf 5 mm Länge rechtwinklig um und schneidet die 3. Seite auf ebenfalls 5 mm ab (Fig. 203 h). Er wird an der betreffen- den Stelle angelegt und die freien Enden mit der Flachzange festgezwickt (Fig. 203 i). Wird der Bund um mehr als 2 Streifen herumgelegt, so müssen die freien Enden entsprechend länger sein,