80 Efster Abschnitt. und Material Über das Werkzeuge. die auf das Bild soll und wie es aufhören mufs, Verteilung zwischen Vorder- und Hintergrund, Format erreicht wird. damit eine gute sowie ein gutes Hierbei kommt es erleichternd zu statten, wenn man in beliebige Pappdeckel rechteckige Offnungen schneidet von ver- schiedenen Verhältnissen der Höhe zur Breite, wobei nur dieses Verhältnis, nicht aber die {absolute Gröfse der Öffnungen in Betracht kommt. Hält man diese durchlochten Pappdeckel der Reihe nach vor die betreffende Landschaft oder das zusammengestellte Stillleben, so läfst sich durch Hin- und Herschieben in der Richtung nach oben und unten, nach rechts und links, nach dem Auge zu und von demselben weg mit Leichtigkeit feststellen, auf welche Weise der Gesamteindruck des Bildes am besten ausfallen__wird. Für geübtere Augen ist das Mittel entbehrlich, den unge- übten kann es sehr wohl zu statten kommen. In ähnlicher Weise kann man eine Glastafel benützen und auf dieser das Bild in rohen Umrissen mit dem Pinsel oder einer fetthaltigen Kreide skizzieren. Selbstverständlich mufs während des Aufzeichnens eine Verschiebung des Auges in Bezug auf die Glastafel vermieden werden. Es existieren auch besonders hier- für gebaute Apparate, wobei die Tafel feststeht und die Ein- stellung durch die Verschiebung des an einem Stabe angebrachten Guckloches erfolgt. Ist hinter dem Sehloch ein Glasprisma an- gebracht, Welches die Lichtstrahlen rechtwinklig bricht, so kann die Tafel, auf welche gezeichnet wird, horizontal liegen. l 77x f f] I f E? 3 I" 1 KX, Fig. 64. Spiegel zum Über- sehen der symmetrischen Wirkung eines Ornamentes. 62. Spiegel. Um beim Entwerfen einer symme- trischen Ornamentpartie sich zu verge- wissern, wie das Ganze aussieht, nach- dem die" Hälfte gezeichnet ist, und um etwaige Anderungen noch vor dem Über- pausen vornehmen zu können, bedient man sich mit Vorteil des ebenen Spiegels. Ein rechteckiges Stück Spiegelglas ist der ganze Apparat, der zum Zwecke der Be- trachtung mit einer seiner Umfassungs- linien so auf die Axe des symme- trischen Ornaments gestellt wird, dafs Papier und Spiegel einen rechten Winkel zu einander bilden. Der Spiegel darf keinen Rahmen haben, dagegen kann er