hinweggefchletidert wurde. Um nicht dem Strebebogen eine unnöthige Schwere zu geben, durchbrach man bald feine Malfe mit freiem Fenflermaßwerk oder Rofetten. Verwickelter mußte diefes Strebefyftem werden, wo zwei Seitenfehiffe das MittelfchilT einfaßten (vgl. Fig. 349). Hier fÜlIFIC man, um den Strebßbögen hwl] H- 3;, r; den erforderlichen Halt zu geben, auf dem die i" ALP I beiden Seitenfchiffe trennenden Pfeiler ebenfalls .1 r m" einen freien Strebepfeiler auf, und fchlug von _lllllilllll" i llllllllllll- ll ihm nach der MittelfchiHivand und nach dem äußeren Strebepfeiler je einen Bogen. Um aber f 1' dem mittleren Pfeiler noch kräftigeren Halt und {W NL 71ml lt durch größere Beladung vermehrte Fefligkeit l, ll zu geben, führte man oft zwei Strebebögen w! Will über einander auf, fo daß auf jeden äußeren U, tb l lfl ll Strebepfciler vier Strebebögen wirkten. ll lllfl" Bei der Ausbildung der Strebepfeiler f EiAl-llll kommen zunächfl die Gelimfe in Betracht, lllllß ll welche in gewilfen Abfiänden den Strebepfeiler 53:" umziehen oder nur an feiner Vorderfeite lich ll Ü, i zeigen. Sie beflehen gleich allen Gelimfen des X" gothifchen Styls nur aus einer Abfchrägung, l ßfßb. lllllulfillilljiili-Jllllluml welche Vorn rechtwinklig abgefchnitten, inner- l; will halb mit einer tiefen Kehle ausgehöhlt wird, und ä" llllli "lffllllulll I! dann mit einem feinen Rundilabe lieh der Mauer 1 illuliäf. lWj-lll anfchließt XFig. 350). Ihre Kehle wird bisweilen i, "l l] mit Laubfchmtiök ausgefüllt, in deflen Behand- mmuuilfl" 'i lung oft das feinlle Naturgefühl lieh mit den H Gefetzeil architektonifcher Stylifirung bewun- i?" dernswürdig in Einklang fätzt (vgl. Fig. islflilild i. l v, ".1 -1 352 nach Viollet-le-Duc. Den Stre ep ei er ll im, i; felbfl bildete man nun reicher aus. Da der über l l 1 I? n; dem Dache emPoi-ragende Theil lediglich als Be- 1; M, W_ j F, , lallung der unteren Malfe erforderlich uai, 10 l llvll l ll "l" l ll fchnitt man den vorderen Theil des Strebepfeilers wg 35x Guthlfchci Almmluulh ab und fetzte auf feinen Kern (bei B in Fig. 353) einen fäulengetragenen Baldachin mit hohem Spitzhelm, hinter wßlChenl eine Statue Platz fand. Bald aber ließ man eine übereck geftellte Pyramide, von den alten XVerkmeiflzern Fiale genannt, aus dem Pfeiler hervorwachfen, die man oft mit kleineren Nebenlialen timgab oder zu der man in mehreren Abftuftingen felb- üändige Pialen hinzufügte (vgl. Fig. 348 u. 349, auch Fig. 354). Die Fiale bildete man aus zwei Theilen: aus dem fchlanken Spitzdache, dem Riefen (von dem alten Worte reifen, {ich erheben, auffieigen, engl. to rise), und dem unteren Theile, dem Leibe. Letzteren pflegte man durch blind aufgemeißeltes