76 Griechifche Baukunß. die übrigen Theile des Baues und erhielt in den Zeiten der entwickelten Kunfl eine Täfelung von Marmorplatten oder noch höheren Schmuck durch Mofaikeiu. Der in der Vorhalle des Tempels von Olympia aufgefundene Mofaikboden (Fig. 91) beweiü, welch feines Kunftgefü-hl die Griechen auch in folchen Arbeiten be- währten. Sie gehen, wie immer in der guten Zeit, nicht vom Charakter einer Flächcndarllellung ab. Das Mittelbild, phantafiifche Seewefen darftellend, r ' h .A i w Opislhodomos. _ n E?! E! ilä O O O I Q Naos. Ü O C Q Q O Q O O Pronaos. ÄQXYÄW ÄNWXNQ mww 1 g L. x , Fig, 87, Peripteros. Parthenon zu Athen. Ü Lil) W wird von einem Blumenfaum, und diefer von einem Mäanderbande umfaßt, fo daß ein architektonifches Gefetz die Anordnung in wohlthuender Weife be- herrfcht. Die Kferhältnilfe diefer Gebäude waren durchweg mäßig und felbit die größten können {ich nicht mit der Koloffalität indifcher und ägyptifcher Tempel ver- gleichen. Der Grund davon ift in ihrem Zweck gegeben. Denn während die Wallfahrt-Tempel der Inder und Aegypter beüimmt waren, eine große Menge zu gottesdienftlicher Feier zu umfallen, war der griechifche Tempel ohne folche Bedeutung nur als das Haus des Gottes gedacht. Deßhalb tirngalw ihn in weitem