Leipzig gelangt, aber alle 3 böse Füssc bekomenc Was aus ihnen geworden ist, verschweigt die Chronik. Das Unglück machte den sonst so rührigen und lebhaften Ver- fasser recht stiil und in sich gekehrt, nicht minder das Alter. Erfreuliches und Grosses gab es nichts mehr zu verzeichnen, so legte er denn müde und gebeugt auch die Feder aus der Hemd, seinem Ende und der Erlösung von allem Leid mit stiller Resignation entgegensehend, nachdem ihm 1635 auch seine zweite Frau der Tod entrissen hatte. Sein Lebensabend trübtß sich also unter den bösen Zeitliiuften immer mehr Holl hätte Besseres verdient. Fast bis auf die Neige musste cr den Schmerzensbecher seiner Zeit mit ziustrinlaen. Erst zwei Jahre yor dem Ende des Krieges schied er von hinnen, wie die Inschrift seines Grabsteines besagt: xAnno 1646, Ö. januarii starb der ehrbzir Elias Holl, Stadtwerckmeister allhie, dem Gott gnädig sei, Amenß Diese Grabplatte ist in unserm Jahrhundert vom Kirchhof weg in den nördlichen Rathaustunn übertragen und auf der Treppe, die von dem Vorsaale des ersten Stockes zum goldenen Saale führt, in den Pfeiler zwischen den beiden Fenstern ein- gemauert worden. Dahin gehört dieses letzte Wort aus seiner Zeit über den heirrigegangenen Meister auch ohne Zweifel. So lange dieser stolze Bau über die Häuser und Mauern der Stadt emporragen wird, ist der Name dieses kunstfertigen nnd schlichten Baumeisters unver- gessen. Er hat den Besten seiner Zeit genug gethan und den Wandel irdischen Wesens bitter erfahren, aber mit der Stärke eines gefestigten Charakters ertragen.