darzu auch aufs wenigst jeder Zeit acht Gesellen halten und indessen von andern keine Hauptarbeit zu machen annehmen solleß Ebner arbeitete mit II Gesellen an der Decke und vollendete sie innerhalb der gesetzten Frist im August 1621. Wir ersehen aus dem Ange- führten, dass auch dieser Meister die Decke nur ausge- führt, (lagegen die Zeichnung derselben nicht selbst ent- worfen hat. Fast ganz so verhält es sich mit den Hafnerarbeiten. S0 verfcrtigte der Hafner Melchior Lott aus Weil- heim zuerst vier Öfen für die Zimmer im ersten Stock, die nicht mehr vorhanden sind, und zwar um den Preis von 140 Gulden, und zwei Oefen für die beiden westlichen Fürstenzimmer mach Besag und laut der gestellten Visierunge. Nur bei der Be- stellung des Hafners Adam Vogt aus Lands- berg, der, die beiden Öfen in den östlichen Fürsten- zimrnern anfertigte, machten die Bauherren eine Aus- nahme; bei ihm wurden die Öfen wlaut der von ihm gestellten Visierung auf das neue Rathaus zu machen angefrcmbdetcr. Selten wiederholte sich dies Beispiel. Auch bei den zahlreichen und vorzüg- lichen Schlosser- und Sehmiedearbeitenscheint das- selbe in keinem Falle nachgeahmt worden zu sein; aller Wahrscheinlichkeit nach sind dieselben zum grössten Teil von dem Stadtschlosser Bartholmä Scheff an- gefertigt, dessen Vater Georg Scheif in den letzten Jahren des I6. Jahrhunderts das mit Recht vielgepriesene Gitter des Augustusbrunnens geschmiedet hat. Die metalle- nen Arbeiten aus gegossenem Metall, so die Büsten der römischen Kaiser im Flöz, über den Stiegenzmfgängen und in den Fürstenzimmern, sind von dem Gipsgiesser