war in einem breiten, malerischen Styl. Später legte er sich wie Balechou auf einen glänzenden Stich. Er war stolz auf den Glanz seiner Arbeit und auf die Vollkommenheit seiner Taillen, Womit er viel Beifall und Liebhaber fand, die seine Blätter theuer bezahlten. Durch sein Bemühen, selbst die Farbe der Gemälde, die er in Kupfer stach, nachzuahmen, verfiel er auf Abwege, was aber nicht hinderte, ihn zu einem Lieblingsstecher des Publikums zu machen. Unter seinen zahlreichen Schülern gehören 10h. Karl leVasseur und Franz Hubert, beide aus Abbeville, zu den besseren. H. Marais, am Ende des vorigen Jahrhunderts und Johann Massard, um 1760 in Paris geboren und 1822 gestorben, waren beliebte Stecher nach Greuze. Letzterer auch Schüler von Wille, fand mit dem Stiche nach Greuze: La mere bien aimee seiner Zeit viel Beifall und wusste damit die sentimalen Beschauer zu Thränen zu rühren. Das Portrait ist eine Specialität der französi- schen Kunst, ist insonderheit französische Kunst. Rigaud (f 1743) hatte ein ausnehmend, viel be- wundertes Talent für das Portrait. Sein Freund Franz de Troy (T 1750) liebte es, schöne Frauen zu malen, und war der Liebling der Frauen, weil er die Gewohnheit hatte, sie im mythologischen Ge- wande darzustellen, und selbst hässliche Frauen zu embelliren verstand. Nikolas Largilliere (1- 1745), dessen einziger Rival sein Freund Rigaud war, wurde der van Dyck der Franzosen genannt. Nach ihrem Vorbilde hatten sich Portraitisten gebildet, welche die Kunst auf ihrer Höhe erhielten, wie Nattier (T 1766), wieder Liebling der Frauen, die er als