Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das neue physiologische Institut an der Universität zu Budapest
Person:
Jendrássik, A. E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit9646/25/
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Gefestigten, Schubladen und Schränke enthaltenden Arbeitstische, einem Wasser¬ 
hahn mit Abflussbecken versehen. 
Der Fussboden dieser Abtheilung ist sowohl aus Reinlichkeitsrücksichten, 
als auch um das etwa verschüttete Quecksilber wieder aufsammeln zu können, 
aus Terazzo gefertigt. 
Das in der physiologisch-physikalischen Abtheilung vorzüglich für feinere 
neuro-myologisehe Untersuchungen dienende geräumige Lokal ist mit Wand- 
consolen für feinere Waagen, für den Multiplicator und Galvanometer aus¬ 
gestattet. Auch hier sind die Leitungsdrähte .auf' Gerüsten zu ihren Bestim¬ 
mungsorten geführt; eine abschliessbare Nische dient zur Aufnahme kleiner 
Batterien. Mit Rücksicht auf die hier in Verwendung stehenden magnetischen 
Apparate sind bei diesem Lokale Eisenbestandtheile möglichst vermieden wor¬ 
den und eben darum ist auch das Heizschlangenrohr nicht wie sonst aus Eisen, 
sondern aus Kupfer gefertigt. Wie wohl dieses Lokal vermöge seiner günstigen 
Lage gegen Erschütterungen gut geschützt ist, ebenso auch der auf einer Wöl¬ 
bung aufruhende Fussboden gehörige Festigkeit besitzt, hier somit auch mit 
feineren Messungen verbundene Untersuchungen ausführbar sind, so bedaure 
ich dennoch nicht mehr in der Lage gewesen zu sein, um hier noch jene Pfeiler¬ 
einrichtung einzuführen, welche Herr Prof. A. Töpler im neuen physikalischen 
Institute zu Gratz *) in so zweckmässiger Weise in Anwendung gebracht hat. 
Das mit einem seiner Fenster nach Süden gerichtete optische Zimmer 
hat Verschlussläden behufs vollkommener Verfinsterung; bei den Untersuchun¬ 
gen kann ebenso directes Sonnenlicht, als auch electrisches Licht verwendet 
werden; zu letzterem Zwecke dienen die nach der Batterie- und Maschinenkam¬ 
mer geführten starken Leitungsdrähte ; zu letzterem Lokal ist ausserdem noch 
ein Sprachrohr geleitet. Die daneben befindliche kleine, nischenartige Räumlich¬ 
keit ist vorzüglich geeignet zu entoptischen und auf Farbenempfindungen ge¬ 
richtete Untersuchungen, insofern als die Verbindungsthür mit. einer, das Licht 
vollkommen aussehliessenden Schiebetafel versehen ist, welche gestattet, die in 
ihr angebrachten Oeffnungen mit Hilfe geeigneter Apparate vom optischen Zim¬ 
mer her mit weissem oder farbigem Lichte in bestimmten Intervallen und wäh¬ 
rend einer abgemessenen Zeitdauer zu beleuchten, wobei der sich in der Nische 
aufhaltende Beobachter mit Aufmerksamkeit die wahrgenommenen Gesichts¬ 
erscheinungen verfolgen und mittelst geeigneter Apparate registriren kann. 
In der Mikroskopir-Abtheilung sind acht für je zwei Arbeiter bestimmte 
Arbeitstische aufgestellt, welche folgenderweise ausgestattet sind. (Tafel X. Fig. 
1—3.) Die aus Eichenholz verfertigte 2.25 Meter lange und 0.6 Meter breite 
*) Carl’s Repertorium f. exper. Physik. 1875. Bd. XL S. 79.
        

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