Bauhaus-Universität Weimar

Wohnungen usw. unvermeidlich bedingt ist, möglichst entzogen, indem deren Front in den Garten und in 
den ruhigeren Anteil des Hofes geht. Die Arbeitsräume dieser Abteilung sind ziemlich klein, aber zahlreich, 
damit jeder Forscher einen Raum für sich haben kann. 
Eine eingehendere Erwähnung verdient der HORSAAL. Er hat eine besondere Treppe, so daß bei 
den Vorlesungen die Studenten das eigentliche Arbeitsgebäude nicht betreten, eine Garderobe im Parterre 
und zwei kleine Garderoben in der Höhe der Galerie. Für die demonstrativen Lehrfächer ist bei einer 
großen Hörerzahl das wichtigste Erfordernis, daß die Hörer so nahe als möglich an den Katheder heran¬ 
gebracht werden, so daß sie alle gut hören und gut sehen. Es ist dies dadurch erreicht, daß die Bankreihen 
Physiologisches Institut. 
gleichsam in zwei Stockwerken angeordnet sind. Von den 308 numerierten Sitzplätzen sind 198 im unteren 
Abteile, 110 auf der Galerie. In einer Sitzreihe unten und oben sind je 22 Plätze und ist der fernste Hörer 
nur 11 *2 m vom Vortragenden entfernt. Die ansteigenden Sitzreihen sind in solchen Kurven angeordnet, 
daß jeder über den Kopf seines Vordermannes hinwegsieht. Die schief ansteigende Galerie sowie der schief 
ansteigende Plafond und die Vermeidung von Hohlkehlen im Saale bewirken, daß sich die Reflexionen des 
Schalles wenig geltend machen, die Akustik desselben also eine sehr gute ist. In der Tat versteht man jedes 
geflüsterte Wort vom fernsten Platze. Die Beleuchtung durch vier Fenster, von denen die zwei vorderen 
die Dimensionen 5-4 : 2-1 m, die hinteren 3-6 : 2T m haben, und von denen die ersteren sozusagen über die 
schiefe Decke hinausragen, indem sie in Lünetten enden, gibt reichlich Licht auch an trüben Tagen. Die 
Verfinsterung geschieht durch Rouleaux von lichtdichten Stoffen, welche in Falzen laufen, und ist bei Ver¬ 
wendung eines Dieners in einer Minute vollendet. Außer diesen lichtdichten Rouleaux sind Rollbalken da, 
um die zu starke Abkühlung des Saales im Winter und zu starke Erwärmung desselben im Sommer 
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