Bauhaus-Universität Weimar

Mangel an isolierten, für subtile Sonderuntersuchungen geeigneten und durchaus benötigten Einzelzimmern 
als ein groger Übelstand zu bezeichnen, der erst mit der vorerwähnten Erweiterung des Institutes sich wird 
beseitigen lassen. 
PHYSIOLOGISCHES INSTITUT. 
(IX., WÄHRINGERSTRASZE 13.) 
Der Horizontalschnitt durch das Gebäude zeigt, dag das Institut hufeisenförmig, mit dem Hörsaal 
als Ausbau in der Mitte, unter Einhaltung einer gewissen Symmetrie zu dem Anatomiegebäude, so auf die 
Area gestellt ist, dag den Bedürfnissen entsprechend, nach den verschiedensten Himmelsrichtungen Fenster¬ 
öffnungen angebracht werden konnten. Die Seitenflügel sind gegen die Seitenflügel der Anatofnie gerichtet, 
so dag zwischen ihnen ein verhältnismägig groger Licht- und Luftraum übrig bleibt, »zumal der Hörsaal 
des physiologischen Instituts niedriger gehalten ist. Dadurch wurde weder der Anatomie vom physio¬ 
logischen Institut, noch dem physiologischen Institut von der Anatomie in nennenswertem Mage Licht 
genommen. Auch steht das physiologische Institut möglichst weit entfernt von den beiden Stragenzügen 
(Währinger- und Schwarzspanierstrage), in welchen beiden elektrische Bahnen laufen. Dem Institut steht 
überdies ein Gärtchen zur Verfügung, das mit dem anstogenden Gärtchen des pharmakologischen Institutes 
Licht und Luft spendet und die Unterbringung der Tiere in zweckmägiger Weise ermöglicht. 
Das Gebäude ist, entsprechend seiner doppelten Aufgabe als Lehr- und Forschungsanstalt, im 
wesentlichen, wenigstens in Bezug auf die zwei unteren Stockwerke' aus zwei an der Hauptstiege sich 
treffenden Abteilungen zusammengesetzt. Von diesen dient die südliche mit Einschlug des Hörsaales dem 
Unterricht und den Übungen der Studierenden. Auch sind daselbst die Assistenten- und Dienerwohnungen 
sowie die mechanische Werkstätte untergebracht. Die nördliche Abteilung dient Forschungszwecken; sie 
ist der Unruhe, welche durch den täglichen Verkehr von Hunderten von Studenten, durch die Diener- 
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