Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Einwirkung der bei Sauerstoffmangel im Harne ausgeschiedenen Milschsäure auf polarisirtes Licht und die Rotationswerthe activer Milchsäuren im Allgemeinen
Person:
Hoppe-Seyler, Felix Tr. Araki
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit8745/12/
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abhängig sind von der Concentration ihrer Lösungen-, 
so dass der Werth derselben |VJD steigt mit Er-' 
niedrigung der Concentration. Fur gleiche Ge\vi< hi, 
im Cubikcentimeter enthaltener Milchsäure ist dh •<<•[• 
Werth am niedrigsten bei dem Calciumlactat,1 am 
höchsten bei dem Lithiumlactat. 
2. Dass die Lithiumsalze wegen ihrer Leichtlöslichkeif.' 
leichten Trocknens, schöner Krystallisation und relativ 
starker spec. Drehung sich für Circumpolarisation- 
bestimmungen der Milchsäure gut eignen. 
3. Dass die Lösungen der optischactiven Lactate ne 
Kaninchenharn bei Sauerstoffmangel der Thiere, durcli 
Vergiftung mit CO oder durch Athmen sauerstoffarmer 
Luft bewirkt, bei ungefähr gleicher Concentration 
der Lösungen unter einander, sowie mit den l\ua- 
lactaten des Fleischextractes gut übereinstimmend«' 
Werthe der Rotation zeigen. 
4. Im Harne von Kaninchen, welche einige Zeit in der 
Vergiftung mit CO erhalten werden, findet sich nach 
subcutaner Injection von wässeriger Lösung gährnngv 
milchsauren Natriums eine Mischung von Rechtsinileli- 
säure und inactiver Milchsäure. Die optischiiiartlv» 
Milchsäure kann sonach jedenfalls zum Theil der 
Umwandlung im Organismus zu Paralactat entgehn 
und im Harne unverändert zur Ausscheidung gelangen.
        

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