Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Einwirkung der bei Sauerstoffmangel im Harne ausgeschiedenen Milschsäure auf polarisirtes Licht und die Rotationswerthe activer Milchsäuren im Allgemeinen
Person:
Hoppe-Seyler, Felix Tr. Araki
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit8745/11/
Vergiftung sich befinden, reichliche Mengen von Milchsäure 
in den Harn übergehen. Da bei CO-Vergiftung Paramilchsäure 
, i,n Harne ausgeschieden wird, wie es von Münzer und 
Raima') jetzt auch am Menschen nachgewiesen ist, musste 
,s. als wahrscheinlich angesehen werden, dass nach subcutaner 
Injection von optischinactivem Lactat im Harne der Thiere 
hei CO-Vergiftung eine Mischung von activem und inactivenr 
l ad at ausgeschieden werde. Drei Versuche, welche von uns 
an Kaninchen in dieser Richtung angestellt sind, haben 
die Richtigkeit dieser Annahme erwiesen. Nach dieser. In¬ 
jection würde vom ersten Kaninchen 50 cbcm. Harn aus- 
geschieden, aus dem 1,57 gr. reines Zinklactat dargestellt 
wurde. Das zweite Kaninchen lieferte in 80 cbcm. Harn 
1,785 gr. reines Zinklactat, das dritte in 110 cbcm. Harn 
3,713 gr. reines Zinklactat. Diese 3 Portionen wurden, jede 
für sich, der Untersuchung unterworfen. Sie ergaben folgende 
Resultate: . 
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1. Portion 
1,01650 
■1 - 
2/950 200 
—0,2535° 
—0,1207° 
- 4,290° 
15,90 
■J. Portion 
1,01859 
3,321 500 
- 0,906° 
-0,1812° 
- 5,456° 
15/13 
Portion 
1,04250 
! 
1 • ' ' ■ ' • 
4,072'500 
0,809° 
- 0,1738° 
- 3,684° ! 15,92 
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1 •' 
Sowohl diese Rotationswerthe als auch der Krystall- 
wassergehalt ergaben unzweifelhaft, dass diese Zinksalze 
Mischungen optischactiver und inactiver Zinklactate darstellten. 
Dieselben enthielten nur zur Hälfte bis zu ihres Gewichtes 
Raralactat. 
Aus den mitgetheilten Versuchen und Messungen er- 
rild sich: 
1. Dass die Paralactate des Zink, Calcium und Lithium 
in ihrer Rotationseimvirkung auf polarisirtes Licht 
« 
’) Zeitsohr. 1. Heilkunde. Bd. 15, 1S(.H. 
/•‘itxfhrift für physiologische Chemie XX.
        

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