Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Einwirkung der bei Sauerstoffmangel im Harne ausgeschiedenen Milschsäure auf polarisirtes Licht und die Rotationswerthe activer Milchsäuren im Allgemeinen
Person:
Hoppe-Seyler, Felix Tr. Araki
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit8745/10/
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geringere Rotationen für bestimmte LösungsconcentratmiM, 
gefunden sind, als sie von Wisliccnus erhalten wurden1 
kann man doch einen Verdacht nicht unterdrücken, dass 
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ringe Beimengungen inactiver Substanzen in unseren Im;.- 
paraten gleichmassig enthalten seien. Bei dem Auskochon 
Zinksalze mit absolutem Alkohol und bei fractionirten Krv- 
slallisationen hatte sich keine derartige Beimengung auflind» n 
lassen. Bei dem fractionirten Auflösen von Lithiuinr. < hu 
paralactat aus Fleischextract schienen die letzten Portion.-u 
geringere Löslichkeit in Alkohol zu haben, als die zuerst auf¬ 
gelösten. Diese letzten Antheile einer Quantität Paralactat. 
welche bei der fractionirten Lösung in starkem Alkohol noch 
ungelöst geblieben waren, wurden wieder in freie Milcleauiv 
und diese in das Zinksalz übergeführt, von letzterem ziemlich 
eoncenlrirte wässerige Lösung hergestellt, auf Wasserbad er¬ 
hitzt und erkalten lassen, dann in 500 mm. langem Itoln dm 
Drehung etc. bestimmt. Es ergab sich, dass die Lösung von 
1,037045 spec. flew, enthaltend 7,0775 gr. trockenes Rrchb- 
paralaetat oder seiner Mischung mit inactiver Substanz ein. 
Drehung — —2,445° berechnet für 100 mm. Roht-längm 
= 0,480° und hiernach eine spec. Rotation [a]D = (‘>,011 
erkennen liess. Dieser Werth spezifischer Rotation entsprich! 
der oben angeführten so vollkommen, dass ein Gehalt an 
schwerer löslichem inactivem Lactat nicht nachgewiesen ist. 
Wir halten hiermit durchaus nicht den Beweis für erbracht, 
dass unsere Präparate ganz frei von inactivem Lactat oder 
anderen Verunreinigungen gewesen seien, sind aber überzeugt, 
dass die Entscheidung sich nur dann sicher wird erbringen 
lassen, wenn eine so grosse Quantität von Rechtszinklactal 
zur Disposition steht, dass mehrfache fractionirte Fällungen 
und Kristallisationen gemacht werden können. 
Mischungen von Paralactat und inactivem Lactat haben 
wir interessante Gelegenheit gehabt kennen zu lernen. Der 
.Eine von uns hat früher1) bereits geschildert, dass nach In¬ 
jection von gährungsmilchsaurem Natron in wässeriger Lösung 
unter die Maut von Thieren, während dieselben in der G0- 
t .1 
') Ai'aki, diese Zeitschrift. Bd. XIX 8, 455.
        

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