Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber das Chlorophyll der Pflanzen. I. Abhandlung
Person:
Hoppe-Seyler, Felix
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit8702/10/
MH 
genehme bläulich jjrrtin«*, sondern eine weniger reine olivou- 
grüne Farbe besitzen, wie Pflanzenauszüge, die dem Sonnen¬ 
lichte einige Zeit ausgesetzt waren, und bei der spectrosco- 
pischen Untersuchung nicht sehr verdünnter Losungen des 
Clilorophyllan lindet man dem entsprechend die beiden Ab¬ 
sorptionsbänder zwischen D und F im Sonnenspectrum viel 
dunkler und breiter als in frischen Pflanzenausziigen, in de¬ 
nen sie nur sehr wenig angedeulet sind aber beim Stehen 
in dein Sonnenlicht bald gleichfalls mit grosser Intensität 
auf! roten. Ich werde spater auf diese Farbenerscheimmgeu 
näher eingehen,. hier mögen diese Andeutungen genügen, 
um zu zeigen, dass das Chlorophyllan als solches in den 
Pflanzen wohl nicht existiren mag, sondern erst bei der an¬ 
gegebenen Behandlung entsteht. 
Die analytischen Operationen werden »lurch die Con¬ 
sistons. des Chlorophyllan sehr erschwert und der Gehalt an 
Phosphorsäure erfordert bei der Verbrennung die Anwen¬ 
dung starker Glühhitze. Die folgenden Bestimmungen wur¬ 
den durch Verbrennung mit Kupferoxyd und Kupfer im 
Luftstrome im Platinschifichen für C und II, nach dem volu¬ 
metrischen Verfahren von Dumas für X-bestimmung ausge¬ 
führt, Phosphorsäure und Magnesium wurden nach Verbren¬ 
nung mit -Salpeter und Soda ausgeführt durch Fällung der 
mit Salpetersäure ungesäuerten wässerigen Lösung der Schmelze 
mit viel Ammoniak, Filtration nach Stunden, und Fäl¬ 
lung des Filtrats mit ammoniakalischer Magnesiamischung. 
Fs wurden folgende Wert ho erhallen: 
I. 0,2143 gr. Stilist. In*i t0!>° gotr. gal» 0,1880 gr. 11,0 und 0.‘»770 gr. <*.<.>a. 
II. 
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