Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Sprachlaute: Experimentell-phonetische Untersuchungen nebst einem Anhang über Instrumental-Klänge
Person:
Stumpf, Carl
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit8526/17/
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Einleitung. 
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U: 1 Helmholtz, 2 Koenig, 3 Pipping, 4 Gutzmann, 5 Auerbach 
(Perkussion), 6 Donders, 7 Abraham, 8 Auerbach (Resonanz), 9 Her¬ 
mann 1890, 10 Boeke, 11 Samojloff, 12 Hermann 1905, 13 Raps, 14 Del- 
saux, 15 Stevani, 16 Verschuur. 
A: 1 Donders, 2 Hermann 1890, 3 Auerbach (Perkussion), 4 Her¬ 
mann 1905, 5 Auerbach (Resonanz), 6 Raps, 7 Samojlofe, 8 Gutzmann, 
9 Helmholtz, 10 Koenig, 11 Verschuur, 12 Stevani, 13 Abraham, 
14 Boeke, 15 Pipping, 16 Bevier. 
Manche wurden durch die Divergenz der Ergebnisse sogar 
wieder an dem Grundgedanken irre, den Hermann mit Helm¬ 
holtz teilte, daß nämlich der „charakteristische Ton“ überhaupt 
eine feste Lage besitze, und kehrten zu der Relativtheorie 
zurück, wonach Teiltöne von bestimmter Ordnungszahl niaß- 
gebend wären, so daß z. B. beim U jedesmal der 1., beim 0 der 2., 
beim A der 3. Teilton am stärksten wäre, einerlei, auf welche 
Tonhöhe sie fallen. Es wäre also nicht wesentlich anders als nach 
Helmholtz bei den Klangfarben der Instrumente. (So H. Grass¬ 
mann, Lloyd, zum Teil auch Auerbach.) 
Wir werden aber nach der positiven Darstellung unserer Er¬ 
gebnisse in einem kritischen Rückblick auf die früheren (8. Kap.) 
zeigen, daß die Abweichungen zum großen Teil nur scheinbar sind, 
daß die methodisch einwandfreien Versuche tatsächlich in allem 
Wesentlichen übereinstimmen, und daß die neueren, unter denen 
auch die radiophonischen eine zunehmende Rolle spielen, immer 
weitere Bestätigungen liefern. 
Die Einwände gegen die graphische Methode richteten sich, 
abgesehen von den Schwierigkeiten ihrer exakten Durchführung 
(Eigentönen der Membranen usf.), hauptsächlich gegen die Schlu߬ 
kraft der Fourier-Analyse. Vor allem erschien es unbegreiflich, daß 
dabei der Grundton fast regelmäßig sehr schwach oder gar nicht 
herauskam, während wir ihn doch so stark zu hören glauben, daß 
er die Höhe des ganzen Klanges bestimmt. Es wird sich zeigen, 
daß gerade dieser Einwand (den besonders Scripture in den 
Vordergrund stellt) in eine Rechtfertigung umschlägt. Aber
        

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