Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über den Erregungsvorgang im Nerven- und Muskelsysteme
Person:
Bernstein, Julius
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit8435/108/
Verhalten d. Nerven u. Muskel« gegen «ehr tchnell folgende Reiie. 99 
gabeln von Helmholtz Stromuntcrbrcchungcn lieferte. Ea kam mir 
dabei hauptsächlich darauf an, die Zahl der Unterbrechungen in der 
Secundo soweit als möglich zu steigern, und ausserdem auf bequeme 
.Weise diese Zahl schnell wechseln zu können. 
Tafel III u. IV zeigen zwei aufeinander senkrechte Durchschnitte 
des Instrumentes. Ein eiserner Bügel B 15 cm. hoch, 20,5 cm. lang bildet 
mit dem Balken K einen festen Rahmen, der auf einem Querbalken 
Q ruht Das Ganze steht auf 3 Stellschrauben. Der obere Tbeil 
des Bügels trägt einen Electromagnet M, dessen Eisenkern durch 
die Schraube s herauf und herunter gestellt werden kann, indem er 
■ich in seiner Hülse frei bewegt. Der Kern ist innerhalb der Win¬ 
dungen der Länge nach kreuzweise gespalten, um dadurch das Ver¬ 
schwinden des Magnetismus in demselben zu beschleunigen. Unter¬ 
halb des Magneten befindet sich eine Feder aus Stahl F, durch deren 
Schwingungen die Unterbrechungen des Stromes erzeugt werden. 
Sic ist in der Vorrichtung V fcstgcklcmmt. Diese befindet sich auf 
einer Schiene Sch, welche sich auf dem Balken K schiebt, auf dem 
sic durch eine Schraube A fcstgcstcllt werden kann. Indem man die 
' orrichtung V und die Feder in ihr verschiebt, kann man den 
schwingenden Theil der Feder unterhalb des Magneten verlängern 
und verkürzen. Dieser Theil trägt an seinem freien Ende eine 
Platinspitzc, die durch Berührung mit Quecksilber den Contakt her¬ 
stellt. Das Quecksilber befindet sich in dem Glasgcfäss q, welches 
auf der Messingsäulc L sitzt. Diese wird mit Hülfe der Schraube 
auf und niedergeschraubt. Durch das Stück Kammmassc O ist diese 
ganze Vorrichtung sammt dem Quecksilber von dem übrigen Appa¬ 
rate isolirt. Man fuhrt nun den Strom zur Klemmschraube 1, durch 
die Windungen des Electromagncten zur Klemme 2, von dort durch 
einen Drath zur Klemme 3 der Vorrichtung V. Der Strom geht 
dann durch die Platinspitzc der Feder zum Quecksilber und wird 
von der Klemme 4 zur Batterie zurUckgelcitct. 
Wenn man den Apparat in Thätigkcit setzen will, so schranbt 
man das QuccLsilbergcfäss langsam in die Höhe, bis die Metallspitze 
nie Oberfläche des Quecksilbers gerade berührt. Dann beginnt das 
Spiel der (oder entweder von selbst, namentlich bei langsameren 
Schwingungen, oder cs genügt ein leichter Anstoss, um ee zu er¬ 
zeugen. Zur Vermeidung der Funken, die durch den Oeffnungsstrom 
der magnetisirenden Spirale entstehen, sind mit den Klemmen 1 n. 2 
zwei Platinplättchen verbunden, die in zwei mit angesäuertem Wasser 
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