Bauhaus-Universität Weimar

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gewöhnlich glaubt. 3$ fä^rc hier einen biefer »er* 
fud)e an, ben Dr. ättariano »atrigi an fid) machte, als er 
bie erfte »orlefmtg non meinem $at!)eber aus ^ielt. (Er 
hatte {eit mehr als einer Soc^e mit einer Unterfud)ung. 
begonnen, weld)e il)n berantaßte, bie täglichen »eränberungen, 
benen feine innere Temperatur im üftormalguftanbe unterwor* 
fen ift, gu ftubiren, als icf), einer Steife nad) Stom wegen, 
ihn unerwartet bat, ftatt meiner gu lefen, unb ihn fo beranlaßteA 
feine erfte »orlefung gu galten. £)a eS fic^ um einen ©egenftanfc 
hanbelte, ber il)m wohlbefamtt war, erflarte er fid) bereit, ob* 
gleid) ü)m nur brei Tage biteben, fid) für fein T)ebut borgu* 
bereiten. Dr. 'tßatrigi hatte feit taum einem 3ahre promobirU 
aber feine Jÿü^igleit ließ bie 3urd)t nid)t auftommen, als fei 
er ber Aufgabe, bor einem gahlreid)en »ublifunt gu fpred)en, 
nid)t gewad)fen. T)er 9luSfage non Kollegen nad), welder 
biefer feiner erften »orlefung beiwohnten, fann id) fagen, baß 
meine (Erwartungen boüfomraen erfüllt würben, unb baß er 
einen fd)Önen »ortrag h^ft- Um e^ncn genauen »eleg gu 
biefer pfpd)ologifd)en »eobad)tung gu geben, führe id) h^er ew 
»rudjftücf beS »riefeS an, ben Dr. ^ßatrigt mtr nad) Stout 
fchrieb, nachbem er feine erfte »orlefung gehalten hatte. 
„3d) merfte leiber nur gu gut, baß id) nicht gu Jenen 
»eborgugten gehöre, bie am »orabenb einer Sd)lad)t feft 
fd)lafen fönnen. 3n ^er ^acht gum 3. $m\ fdjien eS mir 
nothwenbig, bie fünfte gufammengufaffen, bie id) im Äotteg 
auSeinanbergufefcen haben würbe, unb legte mich erft um 
1 Uhr gu »ett. Um 5 Uhr war ich fd)on toad) unb bie 
furge Stuhegeit hatte mir nicht einmal einen feften, anhalten* 
ben Schlaf gebracht. T)aS Thermometer berrieth meine Stuf* 
regung, ba e§ um 6 Uhr »ormittag$ meine reltale Tempera* 
tur gu 37,8° angab, welche gu berfelben fttit unter gewöhn* 
liehen Umftänben niemals 36,9° überfteigt. 
3d) ftanb auf unb fud)te bor mir felbft meine wadjfenbe-
        

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