Bauhaus-Universität Weimar

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(Sreigniffe bcr Verfud) mißglüdten unb uns in ®egentoart 
ber ©tubenten in Verlegenheit fefeen fönnte. 
Viele ^Profefforen finb fd^on bor iljrem (Eintritt in ben 
<§aal entfd)loffen, bon einem périment abaufteljen, fobalb 
fie fürsten, irgenb ein Stoifdjenfall fönne baS (£rgebniß toeniger 
ftd)er inanen. V$er ein mißlungenes (^pertinent toieberl)olen 
toill, toirb füllen, falls er einigermaßen nerböS ift, baß feine 
$änbe aittern, unb baß U)nt jefct fotoo!)l bie föufye unb bie 
©id)erheit ber Vetoegungen fehlt, als and) bie ©ehfd)ärfe, 
toeldje er bei Ausführung beffelben (^perimenteS hdte, eh« 
ftd^ bie äufdjauer in ben $örfaal begaben. 
die größte 0d)toierigfeit, metier man beim Vortraghalten 
begegnet, ift nid)t abhängig bon ber Art ber Vorbereitung, 
fonbern bon bem Inhalt beS Vortrages unb bon feiner den* 
bena- diejenigen V^ofefforen, toeldje auf eine pathetifdje 
gorm, auf Anhäufung bon (Zitaten, tarnen, daten tc. galten, 
ermüben am leid)teften. $e feiernder eine Vorlefung ift, befto 
mehr nimmt baS erregenbe Element überl)anb. Am menigften 
«rfd)öpfen fid) bie ^ßrofefforen, toeld)e ben familiären don bei* 
begatten unb mit ben Jünglingen in Rapport bleiben. 
Jd) ^abe an mir felbft bie Veränbermtgen ftubirt, toeld)e 
burd) baS Vortragen betoirft toerben, aber id) ^atte babei 
toenig augenfd)einlid)e (Srgebniffe. dies hängt aum d!)eil bon 
meiner &örperbefd)affenheit ab, unb bor allem babon, baß ich 
ohne alle Umftänbe bortrage. Jrn Anfang meines Vud)eS 
„Ueber bie Jurd)!" ^abe id) inbeffen bie tiefgeïjenbe VHrfung, 
toeld)e aud) idf) bei feierlichen Vorlegungen empfinbe, befd)rieben. 
3ch erinnere mid) fdjlaf lofer Sftäd)te, nad) Haltung eines Vor* 
tragS ober einer Sftebe, unb toeiß, tote quälenb eine fold)e 
Aufregung ift. 3utüC^en ^tnerfe ify tneine §anbfd^rift 
«ttoaS beränbert ift, toenn id^ fogleid) nad) ©d^lnß einer 
Vorlefung fd)reiben muß. 9Kan fie^t es an ben bieferen Vud^* 
ftaben, an ben unfid)eren ©trid^en, baß fie anberS als
        

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