Bauhaus-Universität Weimar

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tebenben burdjauS nidjt furdjtfam finb. $Benn man ©ream's 
ïl)ierleben lieft, fo finbet man äljnlidje Seifpiele für bie 
g-urdjt, mettre, je nadj ben 2?erl)ältniffen, in benen biefe ÏIjiere 
gum SDîenfdjen fielen, mit bemerfenStoert^en Untergeben, bei 
berfelben ©pecieS non Generation auf Generation übergebt. 
SBäbrenb bie Äffen im Äßgemeinen feljr furdjtfam finb unb 
beim Änblide beS SWenfdfen ftetê fließen, ift ber Semnopi- 
thecns entellus, ben bie Qfnbter anbeten unb als Gottheit 
toereljren, fo fred) geworben, baß er in bie Gärten einbringt 
unb ÄlleS ftiefylt, bie Käufer plünbert, in ben Säften unb 
©cfyränfen ber Europäer ftöbert, if>nen bie ©peifen aus ber 
4?anb unb oom 3tfd)e wegnimmt. Gin SDÎiffionâr ergäbt, 
baß er einmal in fdjlimmer Sage war, als er biefen unber* 
fdjämten Äffen S^id^t-S angubieten Ijatte, unb wenn er fidj 
nic^t bei feiten mit einem ©todte toertljeibigt Ijätte, üon ben 
Äffen and) Prügel befommen Ijaben würbe.1) 
®er SWedjaniSmuS, woburd) fid) biefe tiefgreifenben 35er* 
änberungen ber tljierifdjen ^nftincte twllgieljen unb mittels 
ber Vererbung auf bie folgenben Generationen übergeben, 
bilbet eine« ber bunïelften Gebiete ber üßebicin. ®er ©änfer 
geugt Sinber, bie gum 2Bal)nfinn oeranlagt ftnb, Wie ber 
©ppljilitifdje ben grind) auf bie unfd)utbigen Opfer überträgt, 
benen er baS Seben gibt. SBir wiffen aber ^iicptS über bie 
Ärt unb SEBeife, in Weidner fid) biefer Uebergang »oßgieljt; bie 
Grbtidjïeit ber ^nftincte bleibt unerforft^lid^ ; ber ^Çpjtologe 
!ann fotzen Problemen nodj nid)t bie ©time bieten, fyier 
wirb er, ba er bie Gefefce unb bie oerwidtelten fjäben, welche 
fie miteinanber oerbinben, nidjt ïennt, gnm einfad^en G^ro* 
niften ber ï^atfatpen. 
S3roWn*©équarb oerfu^te biefeS problem einem epperimen« 
teßen ©tubium gu untergie^en unb gelangte gu Grgebniffen, 
‘) ®teb»n, ©fiugetbtete, 1888, I. Sb., 105. 
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