Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Physiologische Institut der Medizinischen Fakultät in Belgrad als Unterrichtsanstalt
Person:
Burian, Richard
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit8066/1/
DAS PHYSIOLOGISCHE INSTITUT DER 
MEDIZINISCHEN FAKULTÄT IN 
BELGRAD ALS UNTERRICHTSANSTALT 
VON 
Richard Burian 
BESCHREIBUNG DES INSTITUTS 
Allgemeiner Überblick 
Als die medizinische Fakultät der Belgrader Uni¬ 
versität vor wenigen Jahren ihre Tätigkeit begann, 
hatte sie mit ungewöhnlich grossen Schwierigkeiten zu 
kämpfen. Provisorisch in gänzlich unzureichenden 
Räumen untergebracht und kaum mit den nötigsten 
Lehrmitteln versehen, konnten die meisten Institute 
und Kliniken ihrer Aufgabe nur unvollkommen gerecht 
werden. 
Heute sind die Verhältnisse wesentlich andere. 
Stattliche Gebäude sind aufgeführt, mustergiltige 
Installationen geschaffen, Lehrmittel in Fülle vorhan¬ 
den. Zwar ist der Ausbau der Fakultät noch lange 
nicht beendigt, aber wenigstens ein Teil ihrer Anstalten 
ist für den Unterricht bereits vortrefflich ausgestattet. 
Die Bedürfnisse der Forschung sind freilich nicht in 
demselben Umfang befriedigt, und zwar aus einer 
ganzen Reihe von Gründen. Die Kosten, die der 
Ausbau der Fakultät verursacht, trägt das ordentliche 
Staatsbudget, das bei uns auch sonst mit einer Menge 
grosser und dringender Investitionen belastet ist. 
Für die Inneneinrichtung der Neubauten können daher 
bloss ziemlich knappe Summen bewilligt werden. Sie 
genügen zur Ausrüstung der Unterrichts- und Kranken¬ 
räume und zur Beschaffung der Lehrmittel, sind aber 
damit auch völlig erschöpft. Hält man hinzu, dass die 
regelmässigen Dotationen der Institute und Kliniken 
nur eben die Betriebskosten decken; dass die Zahl der 
Hörer gross, die der Assistenten gering und die Lehrtra¬ 
dition vielfach erst im Werden ist; dass endlich Verwalt¬ 
ung und Organisation einstweilen noch sehr erhebliche 
Ansprüche stellen: so wird man unsere Lage begreifen. 
Sie ist gekennzeichnet durch die Notwendigkeit, fast 
alle verfügbaren Mittel und Kräfte den Zwecken des 
Unterrichtes dienstbar zu machen; die Bedürfnisse der 
Forschung können erst in zweiter Linie berücksichtigt 
Abb. 1.—Das physiologische Institut (rechts) der medizinischen Fakultät in Belgrad
        

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