Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Erster Theil: Physiologie des Gesichtssinns, Erster Theil: Dioptrik. Nebenapparate des Auges
Person:
Fick, Adolf
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit7707/22/
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Fick. Physiol. Optik I. 1. Cap. Gang der Lichtstrahlen etc. 
E* gebraucht wird) und y* = h. Die Koordinaten £ und r, des zwei¬ 
ten Objektpunktes wollen wir nun durch die andern früher gebiauchten 
Grössen ausdriicken und haben dann 
% = E — p, rj = l und '£* = E* -\-p*, ^ = — 
Dass die Ordinate des anderen Bildpunktes nicht = — h sondern = h 
zu setzen ist hat darin seinen Grund, dass wir sie nicht erst als ein /* 
aus dem entsprechenden l berechnet haben. Durch Einsetzen dieser 8 
Werthe in die Formel ergiebt sich 
niEL 
p(Æ-'i+7j— u* (A*-£*-/>*) 0der Vf=V*f*- 
in Worten die beiden Brennweiten des Systems verhalten sich umgekehrt 
wie die Fortpflanzungsgeschwindigkeiten des Lichtes im ersten und letzten 
Medium. Sind also diese beiden Medien ein und dasselbe, wie das bei 
Fernrohren, Mikroscopen etc. der Fall ist, wo die Strahlen aus Luft 
kommen und zuletzt wieder in Luft gehen, so sind die beiden Brenn¬ 
weiten einander gleich. 
Bei einem der direkten Beobachtung überall zugänglichen Systeme 
kann man die Lage der optischen Cardinalpunkte auf der Axe leicht 
empirisch bestimmen. Die Aufgabe besteht offenbar darin die Ent¬ 
fernungen der 4 Punkte F} E, E *, F* von einem willkührlich ge¬ 
wählten Ausgangspunkt in der Axe zu finden. Man muss also für 
zwei Objektpunkte die Koordinaten x, y und £, rj, sowie auch die 
Koordinaten ihrer Bildpunkte x 
und £*, ry* bezogen auf den 
willklihrlichen Ursprung und die Axe des Systems als #-Axe, indem 
man die Bildpunkte auf geeignet gestellten Schirmen zur Darstellung 
bringt. Man beachte nun, dass, wenn man die Abscissen der Cardi¬ 
nalpunkte durch die Buchstaben Ff E} E*t F* wie sie selbst be¬ 
zeichnet, die Gleichung 
f f* 
- + *- = 1 
p p* 
für das erste Paar von konjungirten Punkten übergeht in 
E — F F* —E* 
E — x ' x* — E* 
und die Gleichung 
l — — l* Er in 
F)y (F* — E*) y* 
0. 
p p* E — x x* — E 
Zwei entsprechende Gleichungen ergeben sich für den zweiten Ob¬ 
jekt- und Bildpunkt. Aus diesen 4 Gleichungen, in welchen a?, y 
und x*j y* sowie £, y und £*, y* als empirisch bestimmt und mit¬ 
hin bekannt gelten, können die 4 gesuchten Grössen F: E, E*} F* 
berechnet werden. Wenn man mehr als zwei Objekt- und Bildpunkte
        

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