Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Erster Theil: Physiologie des Gesichtssinns, Erster Theil: Dioptrik. Nebenapparate des Auges
Person:
Fick, Adolf
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit7707/137/
Yergrösserung bei Beobachtung im reellen Bilde. 
137 
— a wäre, wenn wir wie oben mit x den Abstand zwischen Netz- 
x 
haut nnd dem Knotenpunkte von A bezeichnen. Dieses reelle Bild 
dient nun der Linse B als virtuelles Objekt. Setzen wir die Linse, 
wie oben angenommen, um ihre Brennweite f abstehend vom Kno¬ 
tenpunkte des beobachteten Auges abstehend voraus, so ist der Ab¬ 
stand x des reellen Bildes, das sie von dem ipn b — f von ihr ab¬ 
stehenden virtuellen Objekte entwirft, zu berechnen aus der Gleichung 
T + -(b-n =7 oder*= 
f(b-f) 
Die Länge ö dieses Bildes ist also 
f - f) 
fiP — f) 
Da aber gemeiniglich Linsen von kurzer Brennweite angewandt wer¬ 
den, also f meist klein gegen b ist, so wird ô nahezu 
X 
sein. Da x ungefähr 15 mm. beträgt, wird also für f — 30 mm., ô 
= 2 a, für f — 45 mm. ö = 3 a, für f— 60 mm. ô = 4 a sein, d. h. 
das schliesslich sichtbare reelle Bild des Netzhautstückes ist in Wirk¬ 
lichkeit 2-, 3- und 4 mal so gross als das Objekt, wenn eine Linse 
von 30, 45 und 60 mm. Brennweite vor das beobachtete Auge gesetzt 
wird. Wollte man die Yergrösserungszahl hier nach demselben Prin¬ 
cipe berechnen wie oben S. 132, so hätte ippn den Gesichtswinkel, 
unter welchem ö von C aus erscheint, nämlich 
zu dividiren durch den Gesichtswinkel, unter welchem a in 8 par. Zoll 
oder 216 mm. Entfernung erscheint, d. h. dies giebt ^ 
Wäre die»Sehweite d des Auges C selbst gerade 216 mm., so stimmt 
die so berechnete Yergrösserungszahl natürlich mit der reellen Yer¬ 
grösserung überein. 
Um für diese Beobachtungsart aus der Ferne im verkehrten re¬ 
ellen Bilde zu beleuchten, kann man wieder eine Glasplatte schräg 
vor C setzen und an geeigneter Stelle eine Lampe, deren Reflex 
durch B in das Auge A fällt. Diese Combination ist mit einigen 
Besonderheiten verwirklicht in dem Augenspiegel von Engelhardt. 
Wenn man zur Beleuchtung den durchbohrten Hohlspiegel ver¬ 
wendet, so wird er dicht vor C so gehalten, dass er das reelle Bild 
einer grossen und hellen Lampenflamme gerade auf die Linse B wirft.
        

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