Bauhaus-Universität Weimar

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Anhang I. G. Fritsch: Centralnervensystem des Gymnotus. 
Gewisse Serien, die mit Jodviolet nachgefärbt wurden, präsentirten 
sich frisch durch die Lebhaftigkeit der Färbung und die angenehme 
Wirkung des Tones recht gut; diese wurden you Dr. Sachs, so weit 
mir bekannt, auch besonders werth geschätzt und haben sich bis jetzt 
wenigstens ziemlich gehalten. Andere jedoch und leider ein sehr erheb¬ 
licher Theil, die mit Anilinblau nachgefärbt wurden, sind dem gewöhn¬ 
lichen Schicksale dieser Präparate verfallen, d. h. die blaue Farbe ist 
mehr und mehr zurückgegangen und hat einem flauen, unangenehmen 
Ton Platz gemacht, welcher im Gebiet der grauen Substanz (durch das 
wiedererscheinende Carmin) mehr rötlilich, im Gebiet der weissen Sub¬ 
stanz mehr bläulich wirkt. 
Die nur mit Carmin gefärbten Präparate haben sich unverändert 
gehalten, da sie (wie die Febrigen auch) entwässert und schliesslich ohne 
vorgängige Terpentinbehandlung in Balsam eingelegt wurden. 
Trotz der relativ bedeutenden Zahl von Schnittserien, welche Dr. Sachs 
in rastloser Thätigkeit angefertigt hat, ist wegen der angedeuteten Ver¬ 
schiedenheit in der Behandlung die Vergleichung derselben untereinander 
nicht ganz leicht, und würde eine consequent durchgeführte Behandlung 
im Allgemeinen vortheilhafter erscheinen, da der erhoffte Gewinn hin¬ 
sichtlich der besseren Charakterisirung der Elemente nicht bemerkens- 
werth ist. 
Es ist um so mehr zu bedauern, dass die Durchmusterung der 
Präparate kein Anderen verständliches Bild von dem Gange der Unter¬ 
suchung sowie von den etwa bereits erkannten Thatsacken giebt, als Dr. 
Sachs über diesen Theil seiner Arbeit, abgesehen von den kurzen, bereits 
erschienenen Notizen nichts Schriftliches hinterlassen hat. So ist es denn 
unmöglich eine Beschreibung dieser Organe in seinem Namen und auf 
seine Autorität hin zu geben und es bleibt nur übrig unter Hinweis 
auf seine grossen Verdienste auch in diesem Kapitel, durch die Beschaffung 
des Materials und die Anfertigung von Präparaten, die Darstellung ganz 
auf die eigene Autorität zu begründen. 
Diese Entscheidung ist um so zwingender, als die Resultate seiner 
vorläufigen Untersuchungen, wie sie unter den schwierigsten Verhältnissen 
im Drange des Augenblicks festgestellt wurden, vom Autor selbst jeden¬ 
falls in späteren Veröffentlichungen nicht unwesentlich modifient worden 
wären. 
Wenn ich mir die Frage vorlege: In welcher Weise eine nutzen¬ 
bringende Beschreibung vom Centralnervensystem des Gymnotus electricus 
zu geben sei? so scheint mir angezeigt, sie dahin zu beantworten, dass 
eine solche unvermeidlich einen vergleichenden Standpunkt einnehmen 
müsse, um festzustellen, worin sich diese Organe von den entsprechenden
        

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