Bauhaus-Universität Weimar

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3. Abschn. § XXVIII. 4. Erörterung 
(II o, b, III a, b) sclineiden sich die componirenden Curven in jedem ein¬ 
zelnen Falle zweimal weniger oft als in Spalte III. 
Zu den componirenden Curven in beiden Spalten muss man sich 
nun noch den Rückschwung des durch die negative Anfangswirkung über 
den aperiodischen Bereich hinausgeworfenen Spiegels hinzudenken. Die 
resultirenden Curven der Spalte III zeigen aber schon an sich einen 
ersten relativ positiven Abschnitt ( + u, — // ), dessen Wirkung durch 
den Rückschwung des Spiegels nur vergrössert wird, während die der 
Spalte IY an derselben Stelle nur ein Minimum (+ p/, — //) aufweisen. 
Hier rührt das erste Ueberschreiten des Nullpunktes allein vom Rück¬ 
schwung des Spiegels her, was grössere Stärke des Rückschwunges, folg¬ 
lich der negativen Anfangswirkung voraussetzt. Da diese mit abneh¬ 
mender Schliessungsdauer sinkt, kommt ein Punkt, wo kein Rückschwung 
mehr stattfindet; Curve IYb ist die letzte, in der man seine Wirkung 
vermuthen kann, und von hier ab giebt es nur noch eine Form der 
componirenden Curven. 
So erklären sich, wie man sieht, die SACHs’schen Curven hinläng¬ 
lich, und zum Theil sogar auf doppelte Art. Die Constructionen in 
Spalte IY erscheinen einfacher; doch setzen sich die componirenden 
Curven III a, ß besser in die IY a, ß fort als die III o, b. Entscheidendes 
für die eine oder andere Auffassung lässt sich nicht beibringen, eben¬ 
so wenig dem verschiedenen Abfall der beiden Polarisationen und seinen 
Wandlungen mit abnehmender Schliessungsdauer ein Sinn unterlegen. 
Beim Entwerfen der componirenden Curven vermied ich Wendepunkte; 
lässt man die positiven Curven concav gegen die Abscisse beginnen, so 
erhält man stärkere negative Anfangswirkungen. 
Einzelne Abweichungen zwischen den empirischen und den theore¬ 
tischen Curven kommen vor. Curve IY b zeigt ein Maximum + //, 
welches IY ß fehlt. Doch stellt III b ohne Rückschwung IY b gut dar. 
Bei so wenig Yersuchen und der Unvollkommenheit der Tagebuchskizzen 
ist auf solche Einzelheiten nichts zu geben.1 Ohnehin verlaufen schwer¬ 
lich die componirenden Curven bei beiden Stromrichtungen, wie ich sie 
zeichnete, gleich. 
Die bei entfernter Rolle erhaltenen Curven YI können nicht, wie 
Dr. Sachs meint, denselben Yorgang nur ohne Schwingung darstellen, 
wie die I und II, denn Entfernen der Rolle ändert das Zeichen keiner 
Ordinate, verkleinert sie nur alle in gleichem Yerhältniss. Der Yorgang 
1 Im Tagebuch fehlt auch clen Curven I« und II a das zweite positive Maximum 
4- fi'", es findet sich aber in der gleichbedeutenden Fig. 4 a der Reisebriefe. Ich 
nahm es hier auf, da die Curven I b, II h im Tagebuch das entsprechende negative 
Minimum — fi"' zeigen.
        

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