Bauhaus-Universität Weimar

instrumentale Ausrüstung. 
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Zweck, die starken Entladungen des Zitteraales zu erforschen; denn durch 
passende Wahl der Rollen und ihres Abstandes vom Magnetspiegel lässt 
sich in jedem Augenblick jeder gewünschte Grad von Unempfindlichkeit 
herstellen. Es ist hei Zitterfisch-Versuchen meist sogar nothwendig, die 
Empfindlichkeit ziemlich niedrig zu wählen, da es sich um Ausschläge 
handelt, welche, wegen 
t-max = für 6 = W, 
S 
um so schwerer ablesbar werden, je grösser sie sind. 
Dr. Sachs führte eine Wiedemann’scIic Bussole aus der Plath’sehen 
(Sauek wald'sehe 11) Werkstatt mit sich. Jede der beiden Hydrorollen 
dieser Bussole hat zwei Gewinde von 4000 Windungen, jede der beiden 
Thermorollen zwei Gewinde von 50 Windungen. In Ermangelung eines 
Consols stand die Bussole, wie es scheint, einfach auf einem Tisch,1 3 doch 
war in Calabozo, wo wenig gefahren wird, in einem Zimmer zu ebener 
Erde mit Ziegelboden3 von Erschütterungen nichts zu fürchten. Un¬ 
streitig befand sie sich nach meinen Vorschriften isolirt auf den üblichen 
Unterlegescheiben aus Messing, welche auf Stücken Spiegelglas aufgekittet 
sind.4 Zum Astasiren diente der nach meiner Angabe mittels einer 
Schnurscheibe auf einer Zwinge aus der Ferne regierte H au y’sehe Stab. 
Zwei Magnetspiegel wurden angewendet: I. Ein Ringspiegel, d. h. ein 
Ringmagnet mit leichtem um die senkrechte Ase drehbarem Glasspiegel; 
das System wiegt 2- 85 °r. Das logarithmische Decrement findet sich nicht 
angegeben; die Beruhigungszeit5 beim Fall von 200sc (Winkelwerth etwa 
5° 45'; s. unten) betrug 6• 3— II. Ein Vollspiegel, d. h. ein magneti- 
sirter Stahlspiegel, 5 • 4gr schwer. Das logarithmische Decrement findet 
sich nicht angegeben ; die Beruhigungszeit beim Fall aus nicht angegebener 
Ablenkung betrug 12". 
Einen anderen, 10-5?r schweren Vollspiegel scheint Dr. Sachs nicht 
in Gebrauch genommen zu haben. 
Die Ablesungen geschahen mit einem Scalenfernrohr von Hm. Edel- 
mann in München von 10 Par. Lin. = 22*6mm Objectivöffnung.6 Die 
Entfernung der Scale vom Spiegel, bei welcher Dr. Sachs arbeitete, 
findet sich nicht angegeben, so dass der Winkelwerth der 2mm langen 
1 Ges. Abh. Bd. I. S. 302. 
2 Llanos, S. 198. 
3 Llanos, S. 161, und oben S. 134. 
4 Untersuchungen über tbierische Elektricität. Bd. II. Abth. I. Berlin 1849. 
S. 505; — Ges. Abb. Bd. I. S. 146. 5 Ges. Abh. Bd. I. S. 308. 
6 In seinem Katalog von 1879 mit 0. 85 bezeichnet. — Die Scale ist nach 
meiner Angabe in ihrer Ebene horizontal verschiebbar.
        

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