Volltext: Erster Theil: Blut und Blutbewegung (4)

242 Rollett, Physiologie der Blutbewegung. 3. Cap. Der Blutstrom in d. Arterien. 
Thier 
Mitteldruck 
in Mm. Quecksilber 
Thier 
Mitteldruck 
in Mm. Quecksilber 
Pferd 
321 nach Ludwig. 
gr. Hund 
123 
Pferd 
214 
Pferd alt, 
Schaf 
206 
elend 
122 
Kalb 
177 
Böckchen 
118 
gros Hund 
172 
Pferd alt 
140 nach Spengler 
Haushahn 
171 
Kaninchen 
108 nach Blake 
Schaf 
169 
Hund jung 
104 
Hund 
166 nach Spengler. 
Schaf alt 
98 
Kalb 
165 
Kaninchen 
90 
Gans 
162 nach Blake 
Henne 
88 in Art. brach. 
Storch 
161 
84 Stamm der Kiemen- 
Taube 
157 in der Art. brach. 
Hecht' 
Schlagader 
Hund 
157 
Barbe 
42 desgleichen 
Schaf 
156 
Hecht 
35.5 desgleichen 
1 Kalb 
153 
Frosch 
29 link. Aortenb. 
Pferd 
150 nach Spengler 
(113 Grm.) 
Katze 
150 nach Ludwig 
Schildkröte1 2 
23 desgleichen 
Hund 
143 
Frosch 
Ziege 
135 
(114 Grm.) 
22 desgleichen 
1 Kalb 
133 
Wels2 
18.5 in einer Kiemenart. 
Volkmann folgert daraus, dass warmblütige Thiere einen höhe¬ 
ren Blutdruck haben als kaltblütige. Bei den Warmblütern schwankt 
der Druck um das dreifache seines Werthes. Der Druck ist von 
der Grösse des Thieres in hohem Grade unabhängig. _ Dass man den 
arteriellen Druck bei Thieren von sehr verschiedener Grösse nahezu 
gleich gross findet, ist eine Thatsache, auf welche schon Poiseuille3 
und Spengler4 gestossen sind. So lange man sich dabei nur an 
die der Grösse des Thieres ziemlich proportional gehende Grösse 
des Herzens erinnert, hat die Thatsache etwas Befremdliches, was 
sie aber sofort verliert, wenn man bedenkt, dass das Manometer nur 
die Spannung des Blutes misst. Die Arbeit, welche das Herz in einer 
bestimmten Zeit aufbringt, erhält man aber erst, wenn man den im An¬ 
fänge der Aorta herrschenden Druck mit dem Blutgewicht multiplicirt, 
welches jenen Querschnitt in der bestimmten Zeit passirt. Dieses Pro¬ 
duct ist bei verschieden grossen Thieren entsprechend verschieden und 
die Gleichheit des einen Factors bei verschieden grossen Thieren 
weist nur auf die leicht begreifliche Thatsache hin, dass Blutmenge, 
Capacität des Gef ässsy stems und Widerstände desselben der Grösse 
des Thieres eben so angepasst sind wie die Grösse des Herzens. 
1 Dieser hohe Druck ist nach Volkmann bedingt durch die Einführung des 
Manometers in die Aorta gleich unter dem Bulbus. 
2 Vor Einführung des Manometers eine kleine Blutmenge verloren. 
3 Poiseuille, Journ. d. physiol, expér. et pathol. VIII. p. 272. 1828. 
4 Spengler, Arch. f. Anat. u. Physiol. 1844. S. 50.
	        
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