Volltext: Ueber die Gesetze der Ermüdung: Untersuchungen an Muskeln des Menschen

Über die Gesetze der Ermüdung. 
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steht, jedoch bloss innerhalb gewisser Grenzen. Die Intensität des Stromes 
von 6000 meines Inductionsapparates repraesentirt eine maximale Reizung, 
denn bei Steigerung der Reizung wächst die Contractur nicht mehr. An 
Hm. Colla mache ich unter denselben Bedingungen nach einer Erholungs¬ 
pause von 15 Minuten eine Reizung mit einer Rollenentfernung von 4250 und 
erhalte die erste Aufzeichnung derFig.47, welche der ersten Aufzeichnung der 
Fig. 47. 
vorangehenden Figur gleicht. Ich halte den Cylinder nicht an und mache 
nach 14 Secunden eine andere Reihe von Reizungen mit einer Rollenent¬ 
fernung von 7000. Wir sehen, dass man trotz der viel grösseren Intensität 
des Reizes eine Serie von Contractionen erhält, welche der letzten Serie der 
Fig. 46 gleich ist, die wir mit einer Intensität von bloss 6000 erzielten. 
Wenn wir den Werth der Aufzeichnung auf die Hälfte reduciren, dann 
sieht man, dass der reelle Werth der Verkürzung der Beugemuskeln un¬ 
gefähr 8mm beträgt. In der Fig. 47 ist auch das Factum interessant, 
dass die Muskeln, wenn sie erschlaffen und während der Erholungspause 
zwischen zwei aufeinander folgenden Contractionen in einer Stellung ver¬ 
bleiben, welche der höchsten Verkürzung der Contractionen der voran¬ 
gehenden Reihe entspricht, als sich der Muskel auf den Reiz von 4250 
contrahirte. 
Um die Veränderungen im Charakter der Contractionen während der 
Contractur besser studiren zu können, habe ich mit grösserer Schnelligkeit 
die Aufzeichnungen geschrieben. Fig. 48 repraesentirt ein ähnliches Expe¬ 
riment an Hrn. Dr. V. Grandis, der mit dem Mittelfinger ein Gewicht 
von 500grm aufhebt. Der direct auf die Beugemuskeln applicirte elektri¬ 
sche Reiz ist von derselben Dauer und Frequenz der Unterbrechungen, wie 
früher angegeben wurde. Für die Reizstärke 3000 erhalten wir die Auf¬ 
zeichnung 48, an der man sieht, dass die Contractionen leicht treppenförmig 
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